NDR Info Nachrichten vom 07.04.2019:

Demo gegen hohe Mieten

Berlin: In vielen deutschen Städten sind zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen steigende Mieten zu protestieren. Die meisten Demonstranten versammelten sich in Berlin. Am Rande der Veranstaltung wurden Unterschriften für ein Volksbegehren zur Enteignung von Wohnungskonzernen gesammelt. Der Geschäftsführer des Mietervereins zu Hamburg, Chychla, sprach sich auf NDR Info gegen Enteignungen aus. Chychla forderte, es müsse mehr gebaut werden. Kundgebungen gegen steigende Mieten gab es auch in Hamburg und Hannover sowie in vielen europäischen Städten wie etwa Paris und Amsterdam.| 07.04.2019 00:00 Uhr

Weber eröffnet Europa-Wahlkampf

Straubing: Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei, Weber, hat zum Start seines Europa-Wahlkampfes vor Populisten und Nationalisten gewarnt. Der CSU-Politiker sprach von einer Schicksalswahl. Er gehöre zur ersten Generation, die in Europa in Frieden und Freiheit habe leben dürfen. Dies lasse man sich von Nationalisten nicht kaputt machen. Weber sprach sich für mehr Sicherheit in Europa aus. Er forderte, die EU-Außengrenzen besser zu schützen. Nötig für die Kriminalitätsbekämpfung sei auch ein effektiverer Datenaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten. Die AfD eröffnete in Offenburg in Baden-Württemberg ihren Europawahlkampf mit Kritik an der EU. Spitzenkandidat und Parteichef Meuthen forderte eine grundlegende Neuausrichtung der Europäischen Union. Er wolle keine Politik in Richtung der Vereinten Nationen von Europa.| 07.04.2019 00:00 Uhr

Erinnerung an Völkermord in Ruanda

Berlin: Bundesaußenminister Maas hat den Völkermord in Ruanda vor 25 Jahren als Mahnung für zukünftige Generationen bezeichnet. Das Verbrechen mit hunderttausenden Toten sei von einem unvorstellbaren Ausmaß gewesen, sagte Maas. Die Weltgemeinschaft habe damals die Warnzeichen nicht rechtzeitig wahrgenommen. Es müsse alles getan werden, damit sich so etwas niemals wiederhole. In Ruanda hatten Angehörige der Volksgruppe der Hutu 1994 binnen drei Monaten mindestens 800.000 Menschen getötet. Die meisten Opfer waren Angehörige der Minderheit der Tutsi. Das afrikanische Land gedenkt von heute an der Toten mit einer Staatstrauer. Diese gilt bis zum 4. Juli.| 07.04.2019 00:00 Uhr