NDR Info Nachrichten vom 05.04.2019:

Italien verwehrt deutschem Schiff Anlegen

Rom: Die italienische Regierung hat Deutschland aufgefordert, die Verantwortung für das Schiff einer deutschen Hilfsorganisation im Mittelmeer zu übernehmen. An Bord sind 64 Migranten. Das Außenministerium in Rom stellte in einem Brief an die deutsche Botschaft klar, dass die Besatzung nicht in italienische Hoheitsgewässer fahren darf. Das Schiff der Regensburger Organisation Sea-Eye hat Kurs auf die italienische Insel Lampedusa genommen.| 05.04.2019 02:00 Uhr

Seehofer: Internationale Gerichte für IS-Mitglieder

Paris: Gefangen genommene Mitglieder der Terrororganisation IS sollten nach Ansicht von Bundesinnenminister Seehofer vor einen internationalen Strafgerichtshof gestellt werden. Seehofer sagte während einer Konferenz mit Kollegen aus den G-7-Staaten in Frankreich, es gehe um die Aufarbeitung des internationalen Terrorismus. Da sei es angebracht, dies vor internationalen Gerichten zu tun. Die Verfahren sollten dort abgehalten werden, wo die Terroristen inhaftiert sind, zumeist also in Syrien und dem Irak. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Thomae warf dem Innenminister vor, Luftschlösser zu malen. Solange Russland seine schützende Hand über Syrien halte, sei ein Sondertribunal undenkbar.| 05.04.2019 02:00 Uhr

Christchurch: Richter fordert psychiatrisches Gutachten

Christchurch: In Neuseeland hat ein Richter eine psychiatrische Untersuchung des rechtsextremen Angreifers angeordnet, der Mitte März 50 Menschen erschossen hatte. Zwei Gutachter sollen demnach prüfen, ob der Attentäter verhandlungsfähig ist. Der angeklagte Australier selbst war bei dem Gerichtstermin per Video zugeschaltet; er sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Auckland. Der 28-Jährige muss sich wegen 50-fachen Mordes und versuchten Mordes in 39 Fällen verantworten. Der Anschlag auf zwei Moscheen hatte international Entsetzen ausgelöst.| 05.04.2019 02:00 Uhr

Libyscher General marschiert auf Tripolis

Tripolis: In Libyen droht eine neue Eskalation der Gewalt. Der einflussreiche General Haftar gab seinen Truppen den Befehl zum Vormarsch auf die Hauptstadt Tripolis, wo die international anerkannte Regierung sitzt. UN-Generalsekretär Guterres zeigte sich besorgt über die Situation. In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitherrschers Gaddafi 2011 praktisch ein Bürgerkrieg. Als wichtigste Kontrahenten stehen sich Haftar und die Regierung in Tripolis unter al-Sarradsch gegenüber.| 05.04.2019 02:00 Uhr