NDR Info Nachrichten vom 03.04.2019:

Zulassung von E-Tretrollern in Deutschland

Berlin: In Deutschland rückt die Zulassung von kleinen Tretrollern mit Elektromotor näher. Das Bundeskabinett beschloss eine entsprechende Verordnung. Nun muss noch der Bundesrat zustimmen. Umstritten ist vor allem, dass langsamere E-Tretroller auch auf Gehwegen fahren sollen. Dies erhöht nach Ansicht von Kritikern die Gefahr von Unfällen. Das Kabinett verständigte sich auch darauf, ein bundesweites Register für Implantate aufzubauen. Gesundheitsminister Spahn sagte, sollte es Probleme mit einem Produkt geben, könne dann schnell abgefragt werden, ob es ähnliche Fälle gibt und im Zweifelsfall Patienten warnen. Terrorkämpfern mit doppelter Staatsangehörigkeit soll künftig der deutsche Pass entzogen werden können. Die Ministerrunde brachte eine entsprechende gesetzliche Neuregelung auf den Weg. Außerdem sollen die Bundeswehreinsätze in Mali und vor der Küste Somalias um jeweils ein Jahr verlängert werden.| 03.04.2019 14:45 Uhr

Kindesmissbrauch: Kommission legt Bericht vor

Berlin: Drei Jahre nach ihrer Einberufung hat die unabhängige Kommission zur Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch ihre ersten Ergebnisse vorgestellt. Von den 1.700 Betroffenen, die sich bei der Kommission gemeldet haben, wurden demnach mehr als die Hälfte in der Familie missbraucht. Die anderen Fälle ereigneten sich überwiegend im sozialen Umfeld, in der Schule, in Heimen, in der Kirche oder beim Sport. Die Vorsitzende des Gremiums, Andresen, erklärte, der Missbrauch werde in aller Regel durch die Betroffenen selbst aufgedeckt. Dabei stießen sie jedoch häufig auf Widerstände. Besonders problematisch sei das Schweigen im Umfeld der Missbrauchsopfer. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission hatte im Mai 2016 ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird noch bis mindestens 2023 bestehen bleiben.| 03.04.2019 14:45 Uhr

May sieht Übereinstimmungen mit Corbyn

London: Die britische Premierministerin May sieht eine Reihe von Übereinstimmungen mit Oppositionsführer Corbyn in Sachen EU-Austritt. May sagte in einer Fragestunde im Parlament, sie und Corbyn wollten beide einen Austritt mit Abkommen sicherstellen, Arbeitsplätze schützen und die Personenfreizügigkeit beenden. Noch heute werde sie mit dem Vorsitzenden von der Labour-Partei über einen Ausweg aus der Krise beraten. Die Premierministerin hatte gestern angekündigt, eine weitere Verschiebung des EU-Austritts zu beantragen. Statt am 12. April soll die Frist für den Brexit am 22. Mai auslaufen, kurz vor den Europawahlen.| 03.04.2019 14:45 Uhr