NDR Info Nachrichten vom 31.03.2019:

Kommunalpolitiker in Türkei gewählt

Ankara: Die Bürger in der Türkei haben Bürgermeister, Gemeinderäte und andere Kommunalpolitiker gewählt. Nachdem die Wahllokale geschlossen haben, werden die ersten Teilergebnisse am Abend erwartet. Der Urnengang gilt als Stimmungstest für Präsident Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung. Besonders in der Hauptstadt Ankara und in der Millionenmetropole Istanbul wird ein knapper Ausgang erwartet. Bei einem Streit während der Kommunalwahlen wurden in Anatolien zwei Menschen erschossen. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den beiden Toten um Vertreter einer islamischen Partei. Auch aus der mehrheitlich kurdischen Provinz Diyarbakir wurden mehrere Verletzte nach einem Streit gemeldet. Die pro-kurdische Oppositionspartei HDP beklagte zugleich massiven Druck auf ihre Anhänger und Politiker. Die islamisch-konservative AKP-Regierung habe versucht, etwa durch hunderte Festnahmen im Vorfeld der Wahl die Partei organisatorisch zu lähmen.| 31.03.2019 17:00 Uhr

Diskussion um Europawahl-Teilnahme des UK

Brüssel: In der Brexit-Krise haben sich die europäischen Sozialdemokraten offen für eine Teilnahme Großbritanniens an der Europawahl Ende Mai gezeigt. Fraktionschef Bullmann sagte, wenn das Vereinigte Königreich keinen Ausweg mehr über sein blockiertes Parlament finde, müsse das Volk gefragt werden. Dessen unveräußerliches Recht sei es aber auch, an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilzunehmen. Bullmann widersprach damit dem Fraktionschef und Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei, Weber. Der CSU-Politiker hatte zuvor eine Teilnahme Großbritanniens an der Europawahl angesichts der Brexit-Querelen strikt abgelehnt. London müsste sich nach britischem Recht bis 12. April festlegen, ob es Europawahlen organisieren will.| 31.03.2019 17:00 Uhr

Rege Wahlbeteiligung in der Ukraine

Kiew: Bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine zeichnet sich eine rege Beteiligung ab. Nach Angaben der Wahlleitung haben bis zum Nachmittag rund 45 Prozent der etwa 30 Millionen Berechtigten abgestimmt. Während der als Schauspieler und Komiker bekannte politische Quereinsteiger Selenski seit Wochen die Umfragen anführt, droht Amtsinhaber Poroschenko eine Niederlage. Der Politiker mahnte bei seiner Stimmabgabe erneut einen prowestlichen Kurs des Landes an. Die Ukraine bemüht sich seit Jahren um eine Aufnahme in die EU und die NATO. Auch Ex-Regierungschefin Timoschenko tritt zur Wahl an. Ihr werden neben Selenski und Poroschenko ebenfalls Chancen eingeräumt, in eine mögliche Stichwahl am 21. April einzuziehen.| 31.03.2019 17:00 Uhr