NDR Info Nachrichten vom 28.03.2019:

Britisches Parlament lehnt Alternativen zum May-Plan ab

London: In der Brexit-Debatte des britischen Unterhauses hat keiner der acht Alternativ-Vorschläge eine Mehrheit erhalten. Die Abgeordneten stimmten am späten Abend lediglich dafür, dass sie keinen EU-Austritt ohne Abkommen wollen. Die anderen Vorschläge - etwa eine generelle Abkehr vom EU-Austritt oder ein neues Referendum - fielen durch. Damit könnte das Unterhaus heute ein drittes Mal über das Brexit-Abkommen von Premierministerin May abstimmen. Die Regierungschefin hatte zuvor ihren Rücktritt für den Fall angeboten, dass die Abgeordneten ihrem Austritts-Vertrag zustimmen. Einen konkreten Zeitpunkt nannte sie allerdings nicht. Der Rücktritt werde aber vor Beginn der nächsten Phase von Verhandlungen erfolgen.| 28.03.2019 00:00 Uhr

Monsanto muss Millionen-Schadenersatz zahlen

San Francisco: Das US-Unternehmen Monsanto muss umgerechnet mehr als 70 Millionen Euro an einen an Krebs erkrankten Kläger zahlen. Das hat ein Gericht in Kalifornien entschieden. Laut Urteil ist das Tochterunternehmen des deutschen Bayer-Konzerns für Krebsrisiken des glyphosathaltigen Pflanzengift "Roundup" haftbar. Bayer kündigte bereits an, das Urteil anzufechten. Der 70-jährige Kläger hatte das Mittel 25 Jahre lang auf seinem Grundstück verwendet und leidet an Lymphdrüsenkrebs. Das Verfahren gilt als richtungsweisend. In den USA haben tausende Menschen, die an Krebs erkrankt sind, Monsanto verklagt.| 28.03.2019 00:00 Uhr

EU verabschiedet neue Plastik-Vorschriften

Straßburg: Der Verkauf bestimmter Plastikprodukte wie Einweggeschirr und Strohhalme soll in der EU von 2021 an verboten werden. Das sieht eine Richtlinie vor, die das Europaparlament verabschiedet hat. Die Neuregelung schreibt außerdem vor, dass neu verkaufte Plastikflaschen bis 2025 zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen müssen. Die Hersteller werden verpflichtet, sich an den Kosten von Reinigungsaktionen etwa an Stränden zu beteiligen. Das EU-Parlament hat außerdem strengere CO2-Grenzwerte für Autos beschlossen. Demnach muss der Kohlendioxid-Ausstoß von Neuwagen bis zum Jahr 2030 um 37,5 Prozent im Vergleich zu 2021 reduziert werden.| 28.03.2019 00:00 Uhr