NDR Info Nachrichten vom 15.03.2019:

Zahlreiche Tote bei Anschlag in Neuseeland

Christchurch: Die neuseeländische Stadt ist von einem schweren Anschlag mit zahlreichen Toten erschüttert worden. Während des Freitagsgebets stürmte ein bewaffneter Angreifer eine Moschee der Stadt und eröffnete das Feuer auf die Gläubigen. Kurze Zeit später fielen auch in einer anderen Moschee Schüsse. Zur Zahl der Opfer gibt es bislang keine offiziellen Angaben. In Medienberichten ist von bis zu 30 Toten die Rede. Zahlreiche weitere Menschen sollen verletzt worden sein. Im Internet kursiert ein angebliches Video der Tat, das der Täter veröffentlicht haben soll. Der Mann behauptet, ein 28 Jahre alter Australier zu sein. Die Polizei nahm insgesamt vier Verdächtige fest - drei Männer und eine Frau. Ministerpräsidentin Ardern sprach von einem der dunkelsten Tage für Neuseeland.| 15.03.2019 07:15 Uhr

Britisches Parlament stimmt für Brexit-Verschiebung

London: Das britische Parlament hat sich am Abend dafür ausgesprochen, den geplanten EU-Austritt um mindestens drei Monate zu verschieben. 413 Abgeordnete stimmten für eine Fristverlängerung, 202 dagegen. Nach dem Willen von Premierministerin May soll Großbritannien die Europäische Union bis Ende Juni verlassen. Möglich wäre aber auch eine deutlich längere Verschiebung. Die Entscheidung will May davon abhängig machen, ob ihr Austrittsabkommen in den nächsten Tagen im Parlament doch noch eine Mehrheit erhält. Einer Fristverlängerung müssen alle übrigen EU-Staaten zustimmen. Dabei zeichnet sich noch keine einheitliche Linie ab. Während Kommissionspräsident Juncker dafür plädiert, den Brexit noch vor der Europawahl Ende Mai zu vollziehen, setzt sich Ratspräsident Tusk für einen späteren Termin ein.| 15.03.2019 07:15 Uhr

Koalition: Regierung soll Klimakabinett bilden

Berlin: Die Koalitionsparteien haben beschlossen, dass die Bundesregierung ein eigenes Klimakabinett bilden wird. Dort sollen die Fachministerien zusammenarbeiten, damit die Klimaschutzziele für das Jahr 2030 umgesetzt werden. Die gesetzlichen Regelungen sollen in diesem Jahr verabschiedet werden. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD hatten gestern im Kanzleramt mehrere Stunden über ihre weiteren Vorhaben beraten. Dabei ging es auch um den Bundeshaushalt für das kommende Jahr. Anschließend hieß es, der Verteidigungshaushalt solle deutlich gestärkt werden. Zur Reform der Grundsteuer sei ein Gespräch von Finanzminister Scholz mit dem bayerischen Finanzminister vereinbart worden.| 15.03.2019 07:15 Uhr