NDR Info Nachrichten vom 09.03.2019:

Neue Proteste in Venezuela erwartet

Caracas: In Venezuela wollen zehntausende Anhänger von Opposition und Regierung heute wieder demonstrieren. Staatschef Maduro sowie der selbst ernannte Übergangspräsident Guaidó haben die Menschen zu Protestaktionen aufgerufen. Ein gigantischer Stromausfall hat in weiten Teilen Venezuelas zu chaotischen Zuständen geführt. In der Hauptstadt Caracas fuhren keine U-Bahnen, Ampeln blieben aus, Telefon- und Internetverbindungen waren gekappt. Auch die Trinkwasserversorgung in Wohnhäusern funktionierte vielerorts nicht mehr. Die Regierung sprach von Sabotage.| 09.03.2019 03:00 Uhr

Kundgebungen weltweit am Internationaler Frauentag

Madrid: Zum Internationalen Frauentag haben weltweit Menschen für die Gleichstellung der Geschlechter demonstriert. Die größte Kundgebung gab es in der spanischen Hauptstadt. Hundertausende zogen in einem Protestmarsch durch das Zentrum. Sie forderten etwa mehr Chancengleichheit sowie gleiche Bezahlung. In der türkischen Stadt Istanbul stoppte die Polizei eine Demonstration mit Tränengas und Barrieren. Auch in vielen deutschen Städten gab es Kundgebungen. Zentrales Thema war die politische Teilhabe von Frauen und eine entsprechende gesetzliche Regelung.| 09.03.2019 03:00 Uhr

EU macht den Briten neues Angebot

Brüssel: Die Europäische Union will Großbritannien das Recht zugestehen, sich nach dem Brexit einseitig aus der Zollunion mit der EU zurückzuziehen. Allerdings müsse London sich verpflichten, dass es keine Grenzkontrollen zwischen Nordirland und Irland gibt, schrieb Chefunterhändler Barnier auf Twitter. Der britische Brexit-Minister Barclay reagierte skeptisch und sprach von aufgewärmten Argumenten. Angesichts einer möglichen Verschiebung des Brexit forderte EU-Parlamentspräsident Tajani die Briten auf, eine gute Begründung für ein solches Vorgehen zu liefern. Das könnten etwa Neuwahlen oder ein zweites Referendum sein, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.| 09.03.2019 03:00 Uhr

Verletzte Polizisten bei Protesten in Algerien

Algier: Bei Demonstrationen gegen Präsident Bouteflika in Algerien sind nach offiziellen Angaben mehr als 100 Polizisten verletzt worden. In Algier wurden demnach fast 200 Menschen festgenommen. Das Staatsfernsehen berichtete von Gewalt der Demonstranten, Bilder zeigten, wie die Polizei Tränengas einsetzte. Zehntausende Menschen hatten zuvor friedlich protestiert. Sie wollen eine erneute Kandidatur Bouteflikas bei der Präsidentenwahl verhindern. Der 82-Jährige ist seit 20 Jahren an der Macht.| 09.03.2019 03:00 Uhr