Der Angeklagte sitzt im Gerichtssaal neben seinen Anwalt. © NDR Foto: Elke Spanner

Prozess um tödlichen Unfall eines Motorradfahrers in Hamburg

Stand: 09.09.2022 12:49 Uhr

Im Hamburger Stadtteil Neugraben ist vor eineinhalb Jahren ein Motorradfahrer tödlich verunglückt. Der 62-Jährige soll bei einem illegalen Rennen mit einem Autofahrer ums Leben gekommen sein. Der Autofahrer muss sich seit Freitag vor dem Amtsgericht Harburg verantworten.

Auf der Straße liegt ein Motorrad, davor ein regloser Mann. Und daneben steht ein Auto, das an der Seite angehalten hat. So beschreibt eine Zeugin die Situation, die sie an jenem Nachmittag am Süderelbebogen vorgefunden hat. Sie beschreibt auch, wie es dann weiterging: Der Autofahrer gab Gas und fuhr davon. Nun steht der Verdacht im Raum, dass er den Unfall verursacht und Fahrerflucht begangen hat.

Illegales Rennen mit hoher Geschwindigkeit?

Die Staatsanwaltschaft hat den 67-Jährigen unter anderem wegen eines illegalen Autorennens mit Todesfolge angeklagt. Er soll sich mit dem Motorradfahrer ein Rennen geliefert haben. Mindestens 113 Kilometer pro Stunde sollen die Männer gefahren sein, erlaubt waren 50. Beim Überholen soll der Autofahrer so knapp vor dem Motorradfahrer eingeschert sein, dass der die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegen einen Baum prallte. Er starb am Unfallort.

Angeklagter schweigt

Der Angeklagte, ein korpulenter Mann mit grauem Haar und grauem Bart, schweigt zu den Vorwürfen. Das Gericht wird weitere Zeuginnen und Zeugen hören.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.09.2022 | 13:00 Uhr

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