Ein Angeklagter sitzt vor einem Hamburger Gericht. Sein Gesicht ist verdeckt. © NDR Foto: Elke Spanner

Prozess in Hamburg: 35-Jähriger wegen Mordes angeklagt

Stand: 18.08.2022 11:54 Uhr

Messerstiche in den Hals, in die Brust und in den Rücken: Im Hamburger Stadtteil Niendorf soll ein Mann im Februar dieses Jahres seine Lebensgefährtin erstochen haben. Am Donnerstag begann vor dem Landgericht der Mordprozess gegen den Familienvater.

Das Paar lebte mit der gemeinsamen Tochter in einem Niendorfer Hochhaus. Am Mittag des 20. Februar rief eine Nachbarin die Polizei: Sie hatte im Treppenhaus Blutspuren entdeckt und einen Streit gehört. In der Wohnung der Familie fanden Polizisten eine durch Messerstiche schwer verletzte Frau. Die 25-Jährige starb kurz darauf im Krankenhaus.

Angeklagter psychisch schwer krank?

Ihr Lebensgefährte wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen und sitzt nun im Landgericht auf der Anklagebank, ein freundlich wirkender Mann mit leiser Stimme. Sein Anwalt kündigte für den nächsten Prozesstag eine Erklärung an, die allerdings nicht viele Fragen beantworten werde. Der Angeklagte stehe dem Geschehenen vollkommen sprachlos gegenüber. Der 35-Jährige ist offenbar psychisch schwer krank, statt im Untersuchungsgefängnis ist er in der Psychiatrie. Die einjährige Tochter ist in der Obhut des Jugendamtes.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.08.2022 | 12:00 Uhr

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