Feuer in Horn: Zahlreiche Anwohner müssen Wohnungen verlassen

Stand: 11.10.2022 19:23 Uhr

Bei einem Dachstuhlbrand im Helma-Steinbach-Weg in Horn mussten am Montagabend zahlreiche Menschen ihre Wohnungen verlassen. Offenbar war tagsüber noch auf dem Dach gearbeitet worden.

Anwohnerinnen und Anwohner wurden von einem lauten Knall aufgeschreckt, als eine Gasflasche auf dem Dach eines Hauses im Hamburger Stadtteil Horn aufgrund des Feuers explodierte. An dem Dachstuhl fanden laut Polizei bereits seit mehreren Wochen Bauarbeiten statt. Deshalb seien unter anderem Gasflaschen auf dem Dach gelagert worden, die während des Brandes eine Explosion hervorriefen.

Wohnblock konnte rechtzeitig evakuiert werden

Flammen schlugen meterhoch in die Luft. Die Mieterinnen und Mieter von gleich drei Hauseingängen liefen auf die Straße, wo einige mit ihrem Haustier auf dem Arm den Feuerwehreinsatz verfolgten. Der Wohnblock wurde rechtzeitig evakuiert, sodass niemand schwer verletzt wurde, wie die Polizei am frühen Dienstagmorgen mitteilte. Ein 19-jähriger Mann erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

70 Feuerwehrleute im Einsatz

Das Feuer betraf insbesondere die Isolierung im Dach und habe sich auf dem angrenzenden Beton nicht allzu schnell ausbreiten können, teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstagmorgen mit. Nach knapp zweieinhalb Stunden beendeten die etwa 70 Feuerwehrleute am Montagabend ihren Einsatz.

Drohne eines Anwohners sichergestellt

Die Hamburger Feuerwehr konnte das an dem Haus stehende Baugerüst für die Löscharbeiten verwenden. Das Dach musste an mehreren Stellen geöffnet werden, um an Glutnester heranzukommen. Während der Löscharbeiten ließ ein Anwohner eine Drohne aufsteigen, vermutlich um zu filmen. Sie wurde von Beamten sichergestellt. Wodurch genau der Dachstuhl in Brand geriet, ermittelt nun die Polizei.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.10.2022 | 21:00 Uhr

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