100 Jahre ÖRA in Hamburg - weitere Schlichtungsstelle kommt

Stand: 04.10.2022 17:49 Uhr

Was tun, wenn man ein rechtliches Problem hat, aber kein Geld für einen Anwalt oder eine Anwältin? In Hamburg gibt es dafür die Öffentliche Rechtsauskunft, kurz ÖRA. Zum 100. Geburtstag der ÖRA richtet Hamburg eine weitere Schlichtungsstelle ein.

"Rechtsberatung gibt es überall, in dieser Form aber nur bei uns", sagt die Leiterin der ÖRA, Friederike Klose. Pro Jahr würden etwa 33.000 Menschen den kostenfreien Rat von Ehrenamtlichen suchen. Insbesondere geht es dabei um Sozial- und Migrationsrecht. Aber auch um Arbeitsrecht, Familienrecht, Mietrecht bis hin zum Strafrecht, zum Beispiel in Straßenverkehrssachen.

16 Beratungsstellen in verschiedenen Bezirken

Ziel der Arbeit ist es, möglichst viele Streitigkeiten außergerichtlich beizulegen und damit die Gerichte zu entlasten. Neben der ÖRA-Hauptstelle am Dammtorwall können sich die Hamburgerinnen und Hamburger an 16 Orten in den Bezirken beraten lassen.

Anja Grigoleit © NDR Foto: Marco Peter
AUDIO: 100 Jahre Öffentliche Rechtsauskunft in Hamburg (1 Min)

Neue Schlichtungsstelle ab 2023

Zum 1. Januar richtet die Stadt zusätzlich eine Schlichtungsstelle zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ein. Sie soll unter anderem bei Konflikten vermitteln, in denen es um Barrierefreiheit geht, zum Beispiel in den Bereichen Bau und Verkehr, aber auch bei der Verständlichkeit von Formularen oder der barrierefreie Informationstechnik.

Weitere Informationen
Betreuung eines behinderten Mädchens. © Screenshot

Beratungen durch Betreuungsvereine: Kürzungen befürchtet

Oft kümmern sich Angehörige als rechtliche Betreuer um Erkrankte und Behinderte. Unterstützung bekommen sie dabei bisher von Betreuungsvereinen. (24.09.2022) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.10.2022 | 15:00 Uhr

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