Zwischen Hamburg und Haiti

Tanz auf dem Vulkan - Mit Humboldt auf den Chimborazo

Sonntag, 16. Juni 2019, 07:30 bis 08:00 Uhr, NDR Info

Kopfhörer auf Globus, dahinter ein Lederkoffer  (Montage) © panthermedia, Fotolia.com Foto: Günter Slabihoud, Stocksnapper

Chimborazo in Ecuador: Tanz auf dem Vulkan

NDR Info - Zwischen Hamburg und Haiti -

Im Alexander-von-Humboldt-Jahr ehren wir den großen Naturforscher, indem wir ihm in die Welt der Vulkane Ecuadors folgen. Noch immer ein grandioses Abenteuer!

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Eine Sendung von Jörg Wunram

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Chimborazo bedeutet in der indigenen Sprache Qechua soviel wie: eisige Frau.

Er ziert das Wappen des Landes, er ist ein schlafender Vulkan, und er ist der höchste Berg Ecuadors: der Chimborazo. Seit jeher beflügelt das wuchtige Andenmassiv in Zentral-Ecuador die Fantasie der Menschen. In der Sprache der Ureinwohner bedeutet Chimborazo so viel wie "eisige Frau" oder "Thron der Götter". Wer den gut 6.300 Meter hohen Berg das erste Mal sieht, ist fasziniert von seiner Erhabenheit. Der Chimborazo liegt an der "Straße der Vulkane", wie der deutsche Südamerika-Forscher Alexander von Humboldt die Region getauft hat.

Alexander von Humboldt besteigt den Götterthron ohne Ausrüstung

Anfang des 19. Jahrhunderts versuchte er, den Götterthron zu besteigen. Ohne geeignete Ausrüstung, mit Straßenstiefeln und einem einfachen Mantel bekleidet, geplagt von Nebel, Schnee, Hagel und der Höhenkrankheit, unternahm Humboldt dieses Wagnis. Ein Abenteuer, das er später so zusammenfasste: "Das Schwierige erscheint mir nie unmöglich." Bis heute hat der Chimborazo für Bergsteiger seine Faszination behalten. Denn er ist - weil am Äquator gelegen - noch immer der höchste Berg der Welt. Allerdings nur, wenn man vom Mittelpunkt der Erde aus misst und die Krümmung des Planeten einbezieht.

Über den Wolken des Äquators: der Chimborazo