Zwischen Hamburg und Haiti

Manila - Stadt der Gegensätze

Sonntag, 21. Oktober 2018, 07:30 bis 08:00 Uhr, NDR Info

Eine Sendung von Kerstin Gallmeyer und Markus Person

Sie ist eine Stadt der Gegensätze: Arm und Reich prallen in Manila aufeinander wie in vielen asiatischen Metropolen. Doch auch Ost und West vermengen sich hier auf bemerkenswerte Art und Weise: Nachdem einst muslimische Seehändler sich hier angesiedelt hatten, kamen im 16. Jahrhundert die Spanier und drückten Manila ihren kulturellen und religiösen Stempel auf. Architektonisch ist das noch in Intramuros zu sehen, das historische Herz von Manila. Hier steht unter anderem die San Agustin Church, ein Meisterwerk spanischer Baukunst aus dem frühen 17. Jahrhundert, heute Unesco-Weltkulturerbe.

Manila - vom UNESCO-Welterbe zum Rizal-Park

Der koloniale Kern von Manila lässt sich mittlerweile auch per Bambus-Fahrrad erkunden. Eine ökologische Alternative zu den traditionelleren Verkehrsmitteln in Manila. Alle paar Sekunden fährt ein hupendes und röhrendes Jeepney, ein quietschbuntes Gefährt mit Sitzplätzen für 16 (und in der Regel mehr) Menschen vorbei - eine Hinterlassenschaft der Amerikaner.

Rizal-Park - Ruhe vor dem Verkehrschaos

Ein Ort, an dem es ruhiger ist als anderswo in der verkehrsüberlasteten Stadt, ist der Rizal-Park. Benannt nach dem Nationalhelden José Rizal, der 1896 im Kugelhagel der Spanier starb. Der riesige Park ist die grüne Lunge der Hauptstadt. Ein Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen, ist der Manila Bay Walk, gesäumt von teuren Restaurants und Luxushotels. Auch danach schläft Manila nicht. Die berüchtigte Rotlicht-Szene wurde vor einiger Zeit deutlich eingedampft. Stattdessen prägen heute mehr anspruchsvolle Musikclubs, Discotheken und Karaoke-Bars das Nachtleben in der Metropole. Nicht weit von dem bunten Treiben leben auch Menschen, die das vielleicht nie erleben werden. Manila ist bekannt für seine ausufernden Slums, vielleicht die größten der Welt.