Zwischen Hamburg und Haiti

Sonntag, 30. September 2018, 07:30 bis 08:00 Uhr, NDR Info

Rund achteinhalb Millionen Menschen wohnen in der Weltstadt New York. Eine Megacity, in der Bettelarm neben Steinreich residiert. Eine Metropole, die sich - wie manche sagen - alle zehn Jahre erneuert. Und ein Moloch, den man sogar olfaktorisch (also geruchstechnisch) erkunden kann. Im "Zwischen Hamburg und Haiti"-Magazin geht es um Stadtgeschichten. Etwa um die rumänische Hauptstadt Bukarest, die viel mehr zu bieten hat, als Massenproteste und Demonstrationen. Und um Leipzig, die sich von der einstigen Armutshauptstadt zum internationalen Hot Spot gemausert hat.

Geld stinkt - New Yorks Geruch der Gentrifizierung

Eine Reportage von Kai Clement

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ARD-Korresponent Kai Clement im Gespräch mit Kate McLean - hier in einem Café.

Kaffeeröstereien, Mikrobrauereien, frisch gepresster Saft. Im New Yorker Stadtteil Brooklyn kann man die Gentrifizierung regelrecht riechen. Anstelle von ehemaligen Industrieanlagen entstehen dort schicke Loft-Wohnungen, in früheren Lagerhallen siedeln sich Kaffee-Röstereien an, und alte Werkstätten verwandeln sich in moderne Yoga-Studios. Die Britin Kate McLean hat die Großstadt-Gerüche New Yorks auf sogenannten "Smell Maps", Geruchskarten, festgehalten. Und sie unternimmt Geruchsspaziergänge durch die Stadt. Kai Clement hat die New Yorker Geruchs-Landschaft unter die Lupe genommen:

Paris des Ostens - wie Bukarest mit altem Erbe neu startet

Eine Reportage von Christine Auerbach

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Das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt: Ceausescus Palast. Heute arbeitet dort das Rumänische Parlament.

Die Bukarester waren immer ein Beispiel für Leben und Überleben: Als Nicolae Ceausescu große Teile der Stadt für den Bau seines riesigen Palastes abgerissen hat, haben die Bukarester ihre Kirchen auf Schienen gestellt, um sie vor den Abrissbaggern zu retten. Heute müssen die Bukarester mit dem zurechtkommen, was der Diktator an architektonischer Verwüstung hinterlassen hat: Vom "Paris des Ostens", wie die Stadt früher genannt wurde, ist nicht mehr viel übrig. Gerade ist die Stadt auf der Suche nach einer neuen Identität. Christine Auerbach war in Bukarest unterwegs.

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Rumänien-Krise: "Das ist doch alles Bullshit"

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Das Forum

Die Massenproteste gegen Korruption und Amtsmissbrauch in Regierungskreisen werden von Premierministerin Dancila als Umsturzversuch bewertet. Die Regierungskrise in Rumänien spitzt sich zu. mehr

Hot Spot Leipzig - das neue Berlin?

Eine Reportage von Juliane Neubauer

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Vor den Toren zu Werk 2 in Leipzig.

Noch in den 90er-Jahren, kurz nach der Wende, galt Leipzig als "arme" Stadt, die Einwohnerzahl hat ein Rekordtief erreicht. Über 100.000 Leipziger hatten die Stadt verlassen und ihr Glück in den alten Bundesländern gesucht. Der Leerstand versprach günstigen Raum zum Experimentieren. So kamen immer mehr Kreative, aber auch ein paar internationale Unternehmen, die die Stadt innerhalb von gut zehn Jahren zum internationalen Hot Spot für Künstler und Selbständige machten. Mittlerweile gilt Leipzig schon fast als hipper als Berlin. Der Boom hat allerdings auch seine Schattenseiten. Juliane Neubauer hat die Spuren des Wandels in Leipzig verfolgt.