NDR Info Nachrichten vom 12.09.2018:

Engelke fordert faire Debatte über Sicherheitsbehörden

Berlin: Der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Engelke, hat angesichts der Kritik an Verfassungsschutzpräsident Maaßen vor öffentlichen Zerrbildern gewarnt. Engelke sagte, natürlich müsse kritisch über Fehler diskutiert werden. Die Sicherheitsbehörden brauchten aber die faire Chance auf Gehör und vorurteilsfreie Betrachtung. Den Vorwurf des Totalversagens wies er genauso zurück wie die Unterstellung extremistischer Netzwerke in den Sicherheitsdiensten. Der Staatssekretär äußerte sich auf dem Herbstempfang von BND, Verfassungsschutz, Bundespolizei und Bundeskriminalamt. Maaßen muss sich heute den Fragen von Geheimdienstkontrolleuren und Innenpolitikern im Bundestag stellen. In einem Interview hatte er gesagt, seinem Amt lägen keine belastbaren Informationen darüber vor, dass in Chemnitz Hetzjagden auf Ausländer stattgefunden hätten.| 12.09.2018 00:00 Uhr

Städtetag besorgt über Warenhausfusion

Berlin: Der Deutsche Städtetag sieht den Zusammenschluss der beiden Warenhausketten Karstadt und Kaufhof mit Sorge. Hauptgeschäftsführer Dedy sagte, er hoffe, dass möglichst alle Standorte erhalten bleiben. Die Warenhäuser seien wichtige Arbeitgeber und Versorgungszentren vor Ort. Dedy betonte, durch ihre Anziehungskraft unterstützten sie auch den Einzelhandel in ihrem Umfeld. Die Eigentümer von Karstadt und Kaufhof, die österreichische Investmentgesellschaft Signa und der kanadische Handelskonzern HBC, wollen sich mit der Fusion im starken Wettbewerb besser behaupten. Der neue Einzelhandels-Riese wird demnach europaweit 243 Standorte und etwa 32.000 Mitarbeiter haben. Noch ist unklar, ob Filialen geschlossen und Stellen gestrichen werden sollen. Die Gewerkschaft Verdi appellierte an die soziale Verantwortung der Konzern-Eigentümer.| 12.09.2018 00:00 Uhr

EVP-Chef Weber unterstützt Vorstoß gegen Ungarn

Straßburg: Der Vorsitzende der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament, Weber, wird einen Vorstoß für ein Verfahren zur Überprüfung der Rechtsstaatlichkeit in Ungarn unterstützen. Weber sagte, einige Werte der EU seien nicht verhandelbar. Er zeigte sich vor allem über das Vorgehen der ungarischen Regierung gegen Nichtregierungsorganisationen besorgt. Der CSU-Politiker äußerte sich nach einer zweistündigen Fraktionssitzung, an der auch Ungarns Regierungschef Orban teilnahm. Orbans Partei Fidesz ist Mitglied der EVP. Heute will das EU-Parlament darüber abstimmen, ob gegen Ungarn ein Verfahren eingeleitet werden soll. Es kann im äußersten Fall dazu führen, dass das Land im EU-Rat sein Stimmrecht verliert.| 12.09.2018 00:00 Uhr

Katalanen fordern Abspaltung von Spanien

Barcelona: Fast eine Million Katalanen haben für die Loslösung von Spanien demonstriert. Sie forderten zudem die Freilassung von inhaftierten Politikern und Aktivisten. Die Kundgebung in Barcelona fand anlässlich des Nationalfeiertags statt, den die Katalanen seit 300 Jahren am 11. September begehen. Regionalpräsident Torra bezeichnete die Demonstration als Auftakt einer neuen Massenmobilisierung. Zum Jahrestag des Unabhängigkeitsreferendums am 1. Oktober sind weitere Protestaktionen geplant. Die Zentralregierung in Madrid und das Verfassungsgericht hatten damals die Abstimmung und das Ergebnis für illegal erklärt. Mehrere Spitzenpolitiker und Aktivisten kamen wegen des Vorwurfs der Rebellion in Untersuchungshaft.| 12.09.2018 00:00 Uhr

Lula tritt nicht bei Präsidentenwahl in Brasilien an

Brasilia: Brasiliens inhaftierter Ex-Staatschef Lula tritt nicht bei der Präsidentenwahl an. Nach Angaben der Arbeiterpartei verzichtet er auf eine Kandidatur. An seiner Stelle geht nun Fernando Haddad ins Rennen, der frühere Bürgermeister von Sao Paolo. Er sollte Lulas Vizepräsident werden. Lula war von 2003 bis Ende 2010 Staatsoberhaupt Brasiliens. Er sitzt wegen Korruption und Geldwäsche im Gefängnis. Das Oberste Wahlgericht hatte entschieden, dass er deswegen nicht bei der Wahl im Oktober antreten darf.| 12.09.2018 00:00 Uhr

Urteil im Prozess um Messerattacke in Burgwedel

Hannover: Das Landgericht hat im Prozess um eine Messerattacke auf eine junge Frau in Burgwedel das Urteil gesprochen. Ein 17-Jähriger erhielt wegen versuchten Totschlags eine Jugendstrafe von fünf Jahren. Sein 14-jähriger Bruder, der an einem vorangegangenen Streit in einem Supermarkt beteiligt war, wurde zu einem zweiwöchigen Dauerarrest und der Teilnahme an einem sozialen Trainingskurs verurteilt. Der Prozess gegen die beiden Syrer hatte hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Die 24-jährige Frau war bei der Attacke im März lebensgefährlich verletzt worden. Die Tat in Burgwedel hatte bundesweit Empörung ausgelöst. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.| 12.09.2018 00:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Viele Wolken und Regen, in Südniedersachsen trocken. Tiefstwerte 17 bis 12 Grad. Tagsüber südwärts abziehender Regen, dort anfangs freundlich, ganz im Norden später meist trocken. Höchstwerte 15 bis 26 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag freundlich und oft trocken, nur im Süden anfangs noch Regen, 15 bis 20 Grad. Am Freitag wolkig mit einzelnen Schauern, an der See teils heiter bei 16 bis 20 Grad.| 12.09.2018 00:00 Uhr