NDR Info Nachrichten vom 11.06.2018:

Nach G7-Eklat: Merkel "ernüchtert"

Berlin: Kanzlerin Merkel hat sich nach dem Eklat um die G7-Abschlusserklärung ernüchtert gezeigt. In der ARD-Sendung "Anne Will" kritisierte sie, dass sich US-Präsident Trump nach dem Gipfel von der gemeinsamen Erklärung der sieben Industriestaaten wieder distanziert hat. Laut Merkel wird die EU jetzt mit eigenen Maßnahmen auf amerikanische Zölle reagieren. Sie sprach sich auch dafür aus, dass die Europäische Union mit den G7-Staaten Kanada und Japan eng zusammenarbeitet. Gleichzeitig betonte die Kanzlerin, dass es gute Gründe gebe, weiter für die transatlantische Partnerschaft zu kämpfen. Trump zog seine Unterstützung für die Abschlusserklärung wieder zurück, nachdem Kanadas Regierungschef Trudeau die US-Zölle erneut kritisiert und Gegenmaßnahmen angekündigt hatte.| 11.06.2018 06:15 Uhr

Iraker gesteht Tötung von Susanna

Frankfurt am Main: Der Hauptverdächtige im Fall Susanna ist nach einem Geständnis in die Untersuchungshaft gebracht worden. Der Iraker hatte gestern vor einer Ermittlungsrichterin in Wiesbaden zugegeben, die 14-Jährige getötet zu haben. Susanna habe sich bei einem Sturz im Gesicht verletzt. Er habe deshalb befürchtet, sie werde die Polizei rufen, sagte der 20-Jährige laut Staatsanwaltschaft. Er bestritt aber eine Vergewaltigung. Die 14-Jährige war vor mehr als zwei Wochen in Wiesbaden verschwunden und später tot aufgefunden worden. Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen.| 11.06.2018 06:15 Uhr

Verschärfter Asylstreit zwischen Italien und Malta

Rom: Der Streit zwischen Italien und Malta über die Aufnahme von Flüchtlingsbooten hat sich weiter verschärft. Laut Zeitungsberichten forderte der neue italienische Innenminister Salvini den Inselstaat auf, nach langer Zeit wieder Schiffe mit Migranten einlaufen zu lassen. Sollte das Land nicht einlenken, werde Italien alle Häfen für Flüchtlinge schließen. Die Regierung von Malta lehnt die Forderung ab und erklärte, man verhalte sich entsprechend internationaler Verpflichtungen. Wegen des Streits wartet derzeit ein Rettungschiff mit mehr als 600 Flüchtlingen an Bord auf eine Anlege-Genehmigung.| 11.06.2018 06:15 Uhr

SPD stellt Analyse zu Wahldebakel vor

Berlin: Zu der Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl sollen unklare Führungsstrukturen und mangelndes Teamwork beigetragen haben. Parteichefin Nahles sagte dem Magazin "Spiegel", ein Problem sei die Organisation der Parteizentrale gewesen. Die rechte Hand habe oft nicht gewusst, was die linke gewollt habe. Außerdem seien inhaltliche Widersprüche nicht aufgelöst worden. Als Beispiel nannte Nahles die Flüchtlingspolitik. Die SPD-Chefin beruft sich auf die Analyse einer externen Arbeitsgruppe. Die Ergebnisse werden am Mittag offiziell vorgestellt.| 11.06.2018 06:15 Uhr

Mehr als 80 Prozent unzufrieden mit Pflegepolitik

Stuttgart: Die große Mehrheit der Deutschen ist unzufrieden mit der Pflegepolitik. Eine Umfrage im Auftrag des SWR hat ergeben, dass mehr als 80 Prozent der Meinung sind, es werde zu wenig für die Verbesserung der Altenpflege getan. Auch bei den Bedingungen in den Heimen sieht es nicht besser aus: 80 Prozent der Befragten haben wenig oder gar kein Vertrauen in die Pflegekompetenz der Einrichtungen. 78 Prozent wären bereit, mehr in die Pflegeversicherung zu bezahlen, wenn sich die Leistung verbessern würde.| 11.06.2018 06:15 Uhr

Börse Kompakt 6.15 UHR

Zur Börse: Der japanische Nikkei-Index liegt bei 22.842 Punkten. Das ist ein Plus von 0,7 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 17 94 gehandelt.| 11.06.2018 06:15 Uhr