Ein Mädchen mit einem Kopftuch liegt in einem Krankenbett und bekommt etwas in einem Buch gezeigt. © PantherMedia Foto: photographee.eu

NDR Benefizaktion 2019: Krebsgesellschaften sind Partner

Stand: 23.11.2020 00:01 Uhr

Menschen mit Krebserkrankungen, deren Angehörige und Ehrenamtliche standen 2019 im Fokus der NDR Benefizaktion "Hand in Hand". Danke für die Rekordsumme von mehr als 3,4 Millionen Euro! Ein Rückblick.

Pro Jahr wird bei etwa 90.000 Menschen im Norden Krebs diagnostiziert - knapp 500.000 Norddeutsche leben mit einer Krebserkrankung. Diese Menschen und ihre Angehörigen zu unterstützen und in dieser schwierigen Situation nicht allein zu lassen, ist eine der Hauptaufgaben der Landeskrebsgesellschaften. Betroffene finden so wertvolle Hilfe im Alltag.

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Zwei Mikrophone liegen auf einem Tisch.  Foto: Axel Herzig

NDR Benefizaktion: Zehn Jahre "Hand in Hand für Norddeutschland"

2020 fand die NDR Benefizaktion zum zehnten Mal statt. Ausgewählte Berichte und Reportagen im Rückblick. mehr

Raus aufs Meer, das Leben spüren

Das Leben nach einer Krebserkrankung ist nicht einfach wieder normal, man ist nicht einfach wieder gesund. Die Segelrebellen, eine gemeinnützige Organisation, ermöglicht Krebspatienten eine Auszeit auf dem Meer, mit allem was dazugehört: Wind, Wasser, Wellen, Gemeinschaft, aber auch körperlicher Anstrengung und dem Gefühl, die Zeit selbstbestimmt verbringen zu können.

VIDEO: 7 Tage... Segeln gegen den Krebs (30 Min)

Ja, ich bin auch noch da - Die Schattenkinder

Kinder, deren Geschwister oder Eltern an Krebs erkrankt sind, leiden auch unter der Erkrankung und brauchen Hilfe. Das Projekt "Ja, ich bin auch noch da"im Onkologischen Forum in Celle betreut und unterstützt diese so genannten Schattenkinder im Ausnahmezustand. Die Reportage von 2019 zeigte, wie die Diagnose Krebs die ganze Familie trifft.

Nicht allein auf dem Weg zum Arzt

In Walsrode machen Ehrenamtliche einen ganz besonderen Service möglich: Sie fahren Krebspatientinnen und -patienten zu ihren Untersuchungen. Lange und womöglich einsame Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln bleiben ihnen so erspart und im Auto wartet jemand, mit dem sie auch schlechte Nachrichten teilen können. Das Porträt zeigt einen Fahrer und eine Patientin auf ihrem Weg zum einem Arzttermin. In den 122 Fahrten, die sie schon gemeinsam unternommen haben, hat sich eine ganz besondere Beziehung entwickelt.

Als wär das Leben mit Krebs nicht schon anstrengend genug

Eine Nebenwirkung der Krebstherapie ist unter anderem auch Fatigue, ein chronisches Erschöpfungssyndrom. Eine Betroffene erzählt über ihr Leid und die Teilnahme an einer Fatigue-Gesprächsgruppe der Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein.

Lachen hilft - auch wenn es manchmal schmerzt

Im Clown-Workshop der Hamburger Krebsgesellschaft lernen die Teilnehmerinnen eine andere Seite von sich kennen, vor allem aber einen Moment lang nicht an die Krankheit zu denken und einfach da zu sein. Dabei hilft auch die kleinste Maske der Welt, die rote Clownsnase, sie zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Der Beitrag zeigt einen ungewöhnlichen Weg, mit der lebensbedrohenden Krankheit umzugehen.

Jeder Wurf eine Spende für die gute Sache

Eine Programmaktion aus dem Landesfunkhaus Schwerin machte das Helfen zu einer ganz einfachen Angelegenheit: Jeder Treffer in einen aufgestellten Basketballkorb in der Rostocker Innenstadt erzielte zwei Euro Spende für "Hand in Hand für Norddeutschland". Ganz Rostock machte mit, ob groß oder klein, ob alt oder jung. Und wenn es mal mit der Treffsicherheit nicht so klappen wollte, dann waren die Basketball-Profis der Rostock Seawolves am Start und halfen fleißig nach. So kamen, auch mit Unterstützung durch die Ostseesparkasse, stolze 6.000 Euro zusammen. Starke Sache!

Unterstützer aus dem Landesfunkhaus Niedersachsen

Jürgen Kaulitzki aus dem Landesfunkhaus Hannover am Spendentelefon. © NDR Foto: Axel Herzig
Ein engagierter Kollege aus dem Landesfunkhaus Hannover: Jürgen Kaulitzki ist von Anfang an dabei.

Nicht nur prominente Unterstützer sind bei der Benefizaktion dabei. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NDR spenden ihre Zeit und sitzen an den Spendentelefonen. Stellvertretend für viele: Der Kollege Jürgen Kaulitzki aus der E-Technik sitzt seit Bestehen der Aktion jedes Jahr am Spendentag nach Dienstschluss bis zum Schluss im Callcenter, um Anrufe entgegenzunehmen.

Vom Klassensprecher, zum Schülerrat, vom Elternvertreter zum Stadtelternrat, vom Förderverein der Schule zum Sportverein: Jürgen Kaulitzki ist schon seit der Schulzeit ehrenamtlich unterwegs. Sein Engagement für "Hand in Hand für Norddeutschland" ist eine Herzensache, etwas Gutes tun, nur mit dem Einsatz von Zeit, erfüllt ihn gerade in der Vorweihnachtszeit, ganz besonders. Er nimmt sich auch für die zum Teil sehr persönlichen und berührenden Gespräche am Telefon etwas Zeit. Für Jürgen Kaulitzki ist es zudem wichtig, das die Spendengelder zu 100 Prozent an die Projekte der Aktionspartner gehen. Ein großes Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz!

"Hand in Hand für Norddeutschland" wirkt

Wenn Kinder, Eltern oder Geschwister an Krebs erkrankten, brauchen alle Familienmitglieder Unterstützung. Eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche ist das Projekt "Kijuba" der psychosozialen Krebsberatungsstelle. Die therapeutischen Maßnahmen für die Kleinen werden, soweit dies möglich ist, durch eine kontinuierliche Elternarbeit ergänzt. Im Vordergrund stehen die psychische Stabilisierung, insbesondere in akuten Krisen, sowie die Stärkung der Kompetenzen, Ressourcen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen.

 

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Vier Hände setzen ein 100-Euro-Schein als Puzzle zusammen © Fotolia Foto: Nikolai Sorokin

Verteilung der Spenden durch die Krebsgesellschaften

Die Krebsgesellschaften im Norden, 2019 Partner der NDR Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland", haben in einer ersten Vergaberunde die Spendengelder an ihre Projekte verteilt. mehr