Unsere Geschichte

Sylt, das Blumenmädchen und der Damm

Donnerstag, 07. Juli 2022, 20:15 bis 21:45 Uhr
Sonntag, 10. Juli 2022, 14:30 bis 16:00 Uhr

Hindenburgdamm heißt die malerische Bahnstrecke durchs Watt von Niebüll nach Sylt, benannt nach dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Die spannende Geschichte der nördlichsten Bahnstrecke Deutschlands, die das Festland mit der berühmten Nordseeinsel verbindet, wurde verfilmt.

Tochter des Sylt-Pastors wird Zeugin der Geschichte

Karin Lauritzen (geb. Johler) überreichte dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zur Einweihung einen Blumenstrauß. © NDR/2022 jumpmedientv GmbH
Karin Lauritzen (geb. Johler), Tochter des Insel-Pastors, überreichte dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zur Einweihung einen Blumenstrauß.

In den Jahren vor der Fertigstellung 1927 war der Damm die größte Baustelle Europas. Eine aufwendige Dokumentation aus der Reihe "Unsere Geschichte" erzählt die dramatische Geschichte vom Bau des Damms und die des kleinen Mädchens Karin, das durch Zufall Teil der historischen Ereignisse wurde: Als Kind überreichte Karin Reichspräsident Paul von Hindenburg bei der Eröffnung der Strecke einen Blumenstrauß. Karin ist jetzt eine fast 100 Jahre alte Frau. Ihr Leben und das vieler anderer Sylter wurde vom Damm entscheidend geprägt.

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Einer der am Bau beteiligten Ingenieure. Der Junge im Bild ist der Sohn des Fotografen Jochen Pförtner. © Jochen Pförtner Foto: Jochen Pförtner

Der Hindenburgdamm: Die einst größte Baustelle Europas

Der Dammbau durchs Watt war technisches Neuland. Bis 1927 der erste Zug über die Strecke nach Sylt rollte, vergingen 13 Jahre. mehr

Der Film nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine historische Entdeckungsreise rund um den Damm, erläutert seine Entstehungsgeschichte, die Schwierigkeiten beim Bau, die unglaubliche Leistung der beteiligten Ingenieure und Arbeiter und seine Bedeutung für Deutschlands beliebteste Insel.

Archiv-Material und Spielszenen dokumentieren den Bau

Am 1. Juni 1927 weihte Reichspräsident Paul von Hindenburg den Damm nach Sylt ein (Spielszene). Das kleine Mädchen mit dem Blumenstrauß ist heute eine alte Dame. © NDR/2022 jumpmedientv GmbH/Markus Wendler
Spielszenen erwecken die historischen Ereignisse zum Leben - etwa wie Karin Johler Paul von Hindenburg den symbolträchtigen Blumenstrauß überreicht.

In einer Mischung aus Spielszenen, historischen Filmen und dem Einsatz von hochwertigen computeranimierten Sequenzen entsteht eine dichte Atmosphäre der damaligen Zeit. Die Geschichte spielt in erster Linie in den 1920er-Jahren in Norddeutschland und auf Sylt. Armut, Kargheit und Entbehrungen bestimmten das Leben vor rund 100 Jahren. Die einzelnen Charaktere werden mit hoher Authentizität gezeichnet, die Ausstattungen entsprechen dem damaligen Leben. Opulente Küstenbilder, cineastische Porträts oder eine zurückhaltende und beobachtende Kameraarbeit zeichnen die Dokumentation aus.

Hubertus Meyer-Burckhardt führt durch das Doku-Drama

Hubertus Meyer-Burckhardt erzählt die Geschichte des Hindenburgdamms - der Verbindung zwischen Sylt und dem Festland. © NDR/2022 jumpmedientv GmbH
Hubertus Meyer-Burckhardt erzählt die Geschichte des Hindenburgdamms - der Verbindung zwischen Sylt und dem Festland.

Die filmische Umsetzung der Spielszenen entführt in die reale Welt des damaligen Sylt. Hubertus Meyer-Burckhardt führt als Moderator durch die historischen Teile des Films. Zu den Mitwirkenden gehören unter anderem bekannte Schauspieler wie Charles Brauer, Nicolas König und Bernhard Bettermann als Pastor Johler. Die Dreharbeiten fanden von Mai bis Oktober 2021 an Originalschauplätzen rund um den Hindenburgdamm statt.

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Ein Postkartenfoto aus den dreißiger Jahren des Hindenburgdamms, auf dem eine Dampflok fährt. Das Wasser schlägt hohe Wellen und es fliegen einige Möwen um die Lok herum. © imago/Arkivi

Hindenburgdamm: Mit der Bahn durchs Watt nach Sylt

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Schauspieler/in
Charles Brauer als Paul von Hindenburg
Bernhard Bettermann als Pastor Johler
Autor/in
Manfred Uhlig
Regie
Manfred Uhlig
Autor/in
Ulf Thomas
Regie
Ulf Thomas
Torsten Wacker
Kamera
Robert Engelke
Wulf Sager
Ton
Jonas Engelke
Schnitt
Konrad Buschke
Johan Nilsson
Kostüme
Antje Gebauer
Mitarbeit
Felix Weichbrodt
Redaktion
Marc Brasse
Produktionsleiter/in
Virginia Maassen
Sprecher/in
Ingeborg Kallweit
Moderation
Hubertus Meyer-Burckhardt
Herstellungsleitung
Christian Struck