Unsere Geschichte

Hausbesuch - Das Wasserviertel in Lüneburg

Samstag, 01. August 2020, 12:00 bis 12:45 Uhr

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Das Format "Unsere Geschichte - Hausbesuch" erzählt die Geschichte bedeutender Dörfer, Straßen und Stadtviertel und taucht in den Alltag der heutigen Bewohner ein, in opulenten Bildern und mit völlig neuen Perspektiven. Eine ferngesteuerte Kameradrohne liefert spektakuläre Aufnahmen der alten Gebäude. Lange zurückliegende Ereignisse werden in aufwendigen Graphic-Novel-Elementen wieder lebendig.

Eigenheime mit Geschichte

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Viele der alten Handwerkerhäuser wurden von den heutigen Bewohnern liebevoll restauriert.

Diese Folge führt ins Lüneburger Wasserviertel. Früher lebten hier Flussschiffer, Kaufleute und Handwerker. Fast alle verdienten ihr Geld mit Salz, dem "weißen Gold". Heute wohnen in den alten Gebäuden vor allem Menschen, die sich mit viel Mühe und Enthusiasmus ihren Traum vom "Eigenheim mit Geschichte" erfüllen.

Instandsetzung kostet viel Geld und Zeit

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Bärbel und Gerd Krentzien bewohnen ein über 400 Jahre altes Fachwerkhaus im Lüneburger Wasserviertel.

Darunter ist das Ehepaar Krentzien: Familie und Freunde erklärten die beiden für verrückt, als sie ein altes Handwerkerhaus aus dem 16. Jahrhundert kauften. Es war eine komplette Ruine. Mit Sachverstand und Liebe zum Detail haben sie daraus nach vielen Jahren ein kleines Schmuckstück geschaffen.

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Das alte Brauhaus der Familie Luhmann in Lüneburg.

Dieter Luhmann steckt mitten in der Renovierung. Das alte Haus in der Lüner Straße hat er von seinem Vater geerbt. Die Bierbrauerei Luhmann war früher eine von fast 100 Brauereien in Lüneburg. Im Erdgeschoss gibt es eine Kneipe, die oberen Stockwerke sind leer. Dieter Luhmann würde gerne zumindest die alte Giebelfront restaurieren und das für die Häuser typische Transportrad instand setzen lassen. Doch das ist ein teures Unterfangen.

Sozialen Wohnungsbau gab es schon im Mittelalter

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Horst Röper wohnt seit 20 Jahren im Rote-Hahn-Stift.

Ein Beispiel für sozialen Wohnungsbau im 15. Jahrhundert ist der Rote-Hahn-Stift. Bis heute wohnen hier bedürftige Lüneburger in einem für Norddeutschland einmaligen Gebäudeensemble. Es wurde seinerzeit gestiftet vom Ratsherrn Hinrik Erpensen. Wohltätigkeit gehörte damals zum guten Ton. Außerdem schlossen die Bewohner den Stifter in ihr Nachtgebet ein. Deshalb wurden die kleinen Wohnungen im Volksmund auch "Gottesbuden" genannt.

Noch ganz am Anfang steht Rainer Garve. Auch er hat im Wasserviertel ein Haus gekauft, direkt neben seinem Bruder. Doch an Einzug ist noch nicht zu denken. Gerade wird der Keller freigelegt. Hier hofft er Indizien zu finden, wie alt sein Haus wirklich ist. Und vielleicht ja auch darüber, wer vor ihm hier gewohnt hat.

Weitere Informationen

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Autor/in
Heike Nikolaus
Redaktion
Marc Brasse
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke