Nordtour
Samstag, 19. Februar 2022, 18:00 bis
18:45 Uhr
Sonntag, 20. Februar 2022, 01:45 bis
02:30 Uhr
Sonntag, 20. Februar 2022, 06:00 bis
06:45 Uhr
Ausflüge und Reisen, Spaß und Sport, Menschen und Geschichten: Das Reisemagazin bietet viele Tipps und Serviceangebote für den ganzen Norden.
Die Themen im Überblick:
- Wandern auf dem winterlichen Heidschnuckenweg in der Lüneburger Heide
- Das Puppenstuben-Museum in Friedas kleiner Scheune
- "Oh Leonie": Konditormeisterin in Weener bietet exclusive Patisserien
- Neues Kochbuch von Thomas Sampl präsentiert klassische Hamburger Gerichte
- Unterwegs mit Mountainbikern in den Wäldern bei Itzehoe
- Kletterhalle Melsdorf bietet Training für Anfänger und Fortgeschrittene
- Nachwuchs-Fotografen präsentieren "Gute Aussichten" in den Hamburger Deichtorhallen
- Mutig aus der Krise: Trockenblumen-Laden in Celle
- Waldspaziergang durchs Wolfsrevier im Stadtforst Greifswald
- Kunsthalle Kiel zeigt Darstellungen griechischer Gottheiten
- Das Sting-Musical "The Last Ship" im Theater Lübeck
Wandern auf dem winterlichen Heidschnuckenweg in der Lüneburger Heide
Der Heidschnuckenweg feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Er führt auf 223 Kilometer Strecke von Fischbek in Hamburg durch die Lüneburger Heide bis nach Celle. Drei Freundinnen haben die Corona-Zeit genutzt, um ihn in 17 Etappen gemeinsam zu erwandern. Ein Jahr lang haben sie sich bei jedem Wetter verabredet, mit Wanderstiefeln und Picknick im Gepäck. Auf einer Erinnerungstour erzählen sie von den Highlights und Herausforderungen der Strecke.
Das Puppenstuben-Museum in Friedas kleiner Scheune
Bereits mehr als 120 Puppenstuben besitzt Katja Schülke aus Altenhof bei Malchow bereits. Entdeckt sie jedoch ein Häuschen im Netz, das ihr gefällt, dann kann sie nicht anders und schlägt erneut zu. Ihre neueste Errungenschaft: ein dreigeschossiges Hochhaus aus den 1960er Jahren. Auch das will sie irgendwann mal in ihrem Puppenstuben-Museum zeigen. Dort stellt sie nur Stuben aus, die vorzeigbar sind, also top tapeziert und eingerichtet. Dass die ehemalige Facharbeiterin für Tierproduktion Puppenstuben so sehr mag, hat einen Grund. Als sie ein Kind war, musste ihre Familie von heute auf morgen umziehen und in diesem Zusammenhang hatte ihre Mutter die Puppenstube, mit der sie so gern spielte, einfach verkauft.
"Oh Leonie" - Konditormeisterin in Weener bietet exclusive Patisserien
"Calamansi-Karamell? Oh Leonie, wat is dat?", fragen sich seit dem ersten Dezemberwochenende die Ostfriesen. Die Antwort gibt die 27-jährige Konditormeisterin Leonie Paffen. Beinahe hätte ein Wasserschaden ihre Selbstständigkeitspläne kurz vor der Eröffnung ihrer Pop-up-Patisserie namens "Oh Leonie" in Leer zunichte gemacht, zum Glück konnte die gebürtige Ostfriesin nach Weener in eine Eisdiele ausweichen. Hier kreiert sie per Hand seit dem 1. Dezember feinste Törtchen, Schokoladen und Pralinen, die eine Maschine so niemals fertigen könnte. Ihre Lieblingskreation: eine Calamansi- Karamell-Praline, deren Hauptzutat eine asiatische Calamondin- Orange ist. "Das muss man den Ostfriesen erst mal erklären, denn die klassische Friesentorte mach ich nicht", sagt sie selbstbewusst. Ihre Törtchen haben einen Durchmesser von gerade mal sieben Zentimetern und sind das Ergebnis filigraner Handwerkskunst. Unter der Woche fertigt Paffen ausschließlich auf Bestellung, samstags öffnet sie dann die Türen ihrer temporären Wirkungsstätte in Weener für alle Kund*innen. Und die stehen tatsächlich Schlange. Mitte März will Paffen in Leer eine dauerhafte Patisserie beziehen: dann erfüllt sich ihr Traum endgültig!
Neues Kochbuch von Thomas Sampl präsentiert klassische Hamburger Gerichte
Er ist ein Hamburger Jung, der anpacken kann. Neben seinem Restaurant betreibt er auch eine Markthalle mit frischen, regionalen Produkten an der Elbe. Nun hat er sein neuestes Kochbuch rausgegeben. "Nordtour" guckt über die Schulter, ins Buch und in den Topf.
Unterwegs mit Mountainbikern in den Wäldern bei Itzehoe
Philip Jeß hat sich mit Mountainbikern verabredet und der Termin konnte trotz Sturm stattfinden. Dieser Sport ist erstaunlich populär in Schleswig-Holstein, obwohl zum Mountainbiken eigentlich erst mal Mountains da sein müssten. Aber das ist ja Definitionssache - und beispielsweise in den Wäldern bei Itzehoe lassen sich welche finden.
Kletterhalle Melsdorf bietet Training für Anfänger und Fortgeschrittene
Wer sagt, dass man zum Klettern in die Berge fahren muss? Für den Einstieg ist die Kletterbar in Kiel sicherlich die bessere Wahl. 2.600 Quadratmeter Kletterfläche, sowohl drinnen als auch draußen, 16 Meter hohe Wände - da ist für jeden was dabei, egal ob Schnupperkletterer oder Vorstiegs-Ass. Wie Klettern und Sichern in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden funktioniert, das kann man hier lernen und Begriffe wie Toprope, Achterknoten und Vorstieg werden erklärt.
Nachwuchsfotografen präsentieren "Gute Aussichten" in den Hamburger Deichtorhallen
Es ist eine der begehrtesten Auszeichnungen für Nachwuchsfotografen: die Preisträger des Wettbewerbs "Gute Aussichten - junge deutsche Fotografie" zeigen ihre Bilder in den Deichtorhallen. Videos, Fotos, Bücher und Musik stehen dieses Jahr unter dem Motto "Das Schöne, Schäbige, Schwankende".
Mutig aus der Krise: Trockenblumen-Laden in Celle
Es gibt sie nämlich doch, die Mutigen, die auch in der Krise ihre Ideen umsetzen wollen und auch während der letzten Monate sich an Ladeneröffnungen trauten. Die 35-Jährige Honey Nguyen hatte eine besondere Idee - nämlich den ersten Blumenladen in Niedersachen, der nur auf Trockenblumen spezialisiert ist. Was in den 1980ern nur etwas für Hobbybastelnde war, ist heute absoluter Trend. Als Strauß, als Wand- oder Deckendeko oder als Haarschmuck! Strohblumen und Pampasgras sind nicht nur sehr stylisch, sondern auch noch nachhaltig. Ein Strauß aus Trockenblumen verwelkt nicht, hält ewig und riecht auch noch angenehm.
Waldspaziergang durchs Wolfsrevier im Stadtforst Greifswald
Sven Peck ist Waldkenner und liebt es, in der Natur unterwegs zu sein, Tiere zu beobachten und Ungewöhnliches im Wald zu entdecken. Der 47-Jährige führt ehrenamtlich Schulklassen durch den Wald oder macht Führungen mit Menschen, die sonst vorwiegend nur am Schreibtisch sitzen. Jetzt geht er mit fünf Waldinteressierten durch ein Wolfsrevier nördlich von Greifswald. In dem Forst lebt seit einigen Jahren ein Wolfsrudel. Sven und seine Truppe wollen nach Spuren suchen, nach Hinweisen auf die Wölfe. Dass sie die Raubtiere sehen können, glaubt er nicht, denn die Tiere sind sehr scheu. Sven Peck informiert die Spaziergänger, wie sie sich im Falle einer Wolfssichtung verhalten sollten. Und dass sie niemals mit einem Hunderüden in das Revier gehen sollten, denn den akzeptieren Wölfe nicht in ihrer Nähe. Auf diesem Waldspaziergang gibt es noch anderes zu entdecken: seltsam knorrige Bäume, uralte Pilzgeflechte, Schädel verendeter Wildschweine und abgeworfene Geweihe von Dam- oder Rotwild. Gerade jetzt im Februar verlieren die Hirsche ihre Geweihe. Mitnehmen darf man sie nicht, dennoch sucht die sogenannte Stangenmafia nach ihnen, denn ein Kilo Geweih erzielt auf dem Schwarzmarkt bis zu 22 Euro. Mit all diesen Geschichten bringt Sven Peck den Besuchern dieses Waldrevier nahe, das als grüne Lunge auch dem Klimaschutz dient.
Kunsthalle Kiel zeigt Darstellungen griechischer Gottheiten
Sie sind schneller als der Wind, kein Gegner kann sie bezwingen, ihre Pfeile treffen immer ins Ziel. Die Rede ist aber nicht von den Superhelden der Kinoleinwand, sondern von ihren Vorbildern, den Göttern der Antike. Sie kann man nun kennenlernen. Nicht im Kino, sondern in der Antikensammlung der Kieler Kunsthalle. Und das seit 180 Jahren, denn so alt ist die Sammlung bereits. Ob nun Captain America, Hulk oder auch Batman, ihr Vorbild ist sicher Herakles, der Koloss der Antike. Eine seiner bekanntesten Statuen ist der "Herkules Farnese", die römische Namensversion des griechischen Halbgottes. Auch von ihr ist eine kleine Kopie in der Kieler Antikensammlung zu finden. Genauso wie von Athena, Artemis und Apollon. Zwar sind diese nur aus Gips, aber die Genauigkeit zum Original ist verblüffend. Und das Gute, in Kiel kann man nah an sie herantreten, ohne gleich von einem Wächter angesprochen zu werden.
Das Sting-Musical "The Last Ship" im Theater Lübeck
Wer mit der Gattung Musical sentimentale Stories und seichte Musik verbindet, kennt das Musical "The Last Ship" des Pop- Giganten Sting noch nicht. Sting stammt aus dem nordenglischen Wallsend, einem Werftstandort mit langer Tradition. Heute aber sind die früher berühmten Werften geschlossen, sie konnten im globalen Wettbewerb nicht bestehen. Und genau darum geht es in dem Musical: Es spielt mitten in der Werftenkrise. Arbeiter, die abgewickelt werden sollen, übernehmen die Werft und bauen auf eigene Faust ein letztes Schiff; es wird zum Symbol für Aufstieg und Fall des Schiffbaus, für Zusammenhalt, Hoffnung und Niedergang.
- Leitung der Sendung
- Thorsten Hapke
- Redaktionsleiter/in
- Joachim Grimm
- Redaktion
- Joachim Reinshagen
- Moderation
- Thilo Tautz
- Produktionsleiter/in
- Uwe Rokahr
