Kulturjournal

Montag, 07. Oktober 2019, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 11. Oktober 2019, 02:00 bis 02:30 Uhr

Moderatorin Janin Ullmann im Studio.

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Das wertvolle Leben unter unseren Füßen: Das Buch "Rettet den Boden"

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Der Boden fällt ins Bodenlose

Wir leben von dem, was der Boden uns gibt. Doch die konventionelle Landwirtschaft schadet ihm. Florian Schwinn schildert in seinem Buch den dramatischen Zustand unseres Bodens. mehr

Der Boden unter unseren Füßen ist unsere Lebensgrundlage. Kleinstlebewesen - Bakterien, Pilze, Flechten, Tiere - verwandeln die Erde in fruchtbaren Humus. Doch um die Gesundheit der Böden steht es sehr schlecht. Buchautor Florian Schwinn sagt: "Wenn wir das Bodenleben zerstören, dann ist der Klimawandel ein laues Lüftchen dagegen." In seinem Buch "Rettet den Boden" beschreibt er, wie sich die Qualität der Böden verändert hat. Schwinn plädiert für einen radikalen Umbau der Landwirtschaft und fordert mehr Engagement von uns allen. Es geht um nicht weniger als unsere Ernährung der Zukunft.

Gescheiterter Flug in die Freiheit: Die Geschichte des letzten Mauertoten

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05:41

DDR: Die Geschichte des letzten Mauertoten

Winfried Freudenberg ist der letzte Mauertote der DDR. Caroline Labusch hat seine Geschichte noch einmal recherchiert, denn bislang waren viele Fragen ungeklärt. Video (05:41 min)

Er hatte einen großen Traum, einen Traum von Freiheit, von Ruhm und Geld. Doch der Traum endete tödlich. Der Ingenieur Winfried Freudenberg wollte im Frühjahr 1989 mit einem selbstgebauten Luftballon von Ostberlin in den Westen fliegen, von der DDR in die Bundesrepublik. Doch der Ballon stürzte ab, Freudenburg wurde zum letzten Todesopfer der innerdeutschen Grenze. Die Journalistin Caroline Labusch hat diese Geschichte jetzt neu recherchiert, denn bislang waren viele Fragen offen: Warum scheiterte der Flug? Wurde der Ballon gar von DDR-Seite abgeschossen? Warum ist seine Ehefrau in letzter Minute nicht mit den in den Ballon gestiegen? Welche Rolle spielte sie nach dem Unglück? Caroline Labusch beschreibt ihre Spurensache in dem Buch "Ich hatte gehofft, wir können fliegen". Das Kulturjournal spricht mit der Autorin und auch mit der Witwe von Winfried Freudenberg, die sich erstmals seit vielen Jahren vor einer Fernsehkamera äußert.

Schauspieler als Romanautor: Ulrich Tukur bei "Der Norden liest"

Lesung

Ulrich Tukur: Lesung in Celle

09.10.2019 20:00 Uhr
Schlosstheater Celle

Am 9. Oktober präsentierte der Schauspieler Ulrich Tukur mit "Der Ursprung der Welt" seinen neuen Roman und lud dazu ins Schlosstheater nach Celle. mehr

Ulrich Tukur ist nicht nur einer der bekanntesten und renommiertesten deutschen Schauspieler, er hat auch als Schriftsteller großen Erfolg. Jetzt erscheint sein neues Buch: "Der Ursprung der Welt". Der fantastisch-düstere Roman spielt in der nahen Zukunft, in einem totalitären Frankreich. Die Hauptfigur muss sich dort nicht nur mit den politischen Veränderungen auseinandersetzen, sondern auch mit seiner eigenen Familiengeschichte: In einem alten Fotoalbum entdeckt er Bilder aus den 1930er-Jahren, die ihn zu zeigen scheinen. Der Beginn einer rätselhaften Reise. Ulrich Tukur präsentiert seinen Roman zum Start der Kulturjournal-Reihe Der Norden liest am 9. Oktober in Celle. Außerdem sendet Arte am 3. November um 22.20 Uhr einen neuen Dokumentarfilm von Eva Gerberding: "Der Schauspieler Ulrich Tukur - Träumer und Suchender".

Große Malerin wiederentdeckt: Lotte Laserstein in Kiel

Ausstellung

Kunsthalle Kiel zeigt Werke von Lotte Laserstein

21.09.2019 10:00 Uhr
Kunsthalle zu Kiel

Lotte Laserstein studierte als eine der ersten Frauen an der deutschen Kunstakademie in Berlin. Die Kieler Kunsthalle zeigt jetzt Kunstwerke der Malerin und eine Ausstellung über ihr Leben. mehr

Sie war eine bedeutende Malerin der Weimarer Republik - und ist doch in Vergessenheit geraten: Lotte Laserstein (1898 - 1993). Sie studierte an deutschen Kunstakademien, als es für Frauen noch nicht üblich war, und schaffte es tatsächlich, von ihrer Kunst zu leben. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, musste sie als jüdische Malerin Deutschland verlassen. Nach ihrer Flucht geriet sie in Vergessenheit, obwohl sie in Schweden weiter als Künstlerin aktiv war. Jetzt endlich wird Lotte Laserstein wiederentdeckt: vor allem als prägnante Porträtistin, die im Stil der neuen Sachlichkeit malte. Aus ihren Bildern lässt sich heute das Lebensgefühl der 1920-Jahre des letzten Jahrhunderts lesen, ihre Frauenporträts zeigen den Typus der modernen Frau - für den sie selbst auch stand. Die Kunsthalle zu Kiel zeigt jetzt ihr Gesamtwerk: "Von Angesicht zu Angesicht".

Nicht immer einfach mit der Liebe: Neuer Roman von Peter Wawerzinek

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NDR Buch des Monats Oktober: "Liebestölpel"

Im Roman "Liebestölpel" schreibt der Rostocker Autor Peter Wawerzinek vom "tollpatschigen Versuch mit der Liebe klarzukommen". Es ist das NDR Buch des Monats Oktober. mehr

Mit zwei schwarzen Zöpfen, die vor ihm wippen, geht es los: Der kleine Peter entdeckt die Mädchen. Weitere Frauen werden folgen, glückliche und glücklose Beziehungen. Vor allem taucht immer wieder Lucrezia auf, das einstige Mädchen mit den schwarzen Zöpfen. Der Schriftsteller Peter Wawerzinek schreibt in seinem neuen Roman "Liebestölpel" über die Frauen in seinem Leben. Das Buch ist der dritte Teil einer autobiografischen Trilogie: In "Rabenliebe" hatte Wawerzinek von seiner Kindheit im Heim und bei Pflegeeltern erzählt. In "Schluckschlecht" ging es um seine schwierige Beziehung zum Alkohol. Im neuen Buch schreibt Wawerzinek wieder in seinem ganz eigenen Stil, zitiert Kinderverse und Lieder, vermischt Wahres mit Erfundenem. Das Kulturjournal trifft Wawerzinek bei einer Lesung in seinem Geburtsort Rostock.

Das Ding hat Swing: Neue CD der Hamburger Band "Deichkind"

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Deichkind: "Hässliche Musik macht Spaß!"

Sozialkritischer, aber nicht weniger anarchisch als sonst klingt das gelungene neue Album der Hamburger Band Deichkind. Sänger Porky über das Album, Fake News, Feiern und Ironie. mehr

"Kein Ding, Digger, das Ding hat Swing." Auf dem neuen Deichkind-Album "Wer sagt denn das?" gibt’s alles: Gesellschaftskritik, Quatsch und Party. Deichkind-Konzerte sind wie Kindergeburtstag auf Ecstasy: mit Hüpfburg, Müllkostümen und fetten Beats. Ein anarchisches Gesamtkunstwerk. In ihrer über 20-jährigen Band-Geschichte hat das Hamburger Kollektiv nicht nur durch Live Shows von sich reden gemacht, sondern auch immer wieder Claims und Parolen geschaffen wie "Leider Geil" oder "Arbeit Nervt". Auf diesem Album haben Deichkind viele Gäste dabei: Jan Böhmermann, Mark Foster, Olli Schulz und Felix Kummer - "Richtig gutes Zeug". Ab Februar 2020 gehen die Rapper auf Tour.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Katja Theile
Moderation
Janin Ullmann