Kulturjournal

Montag, 18. März 2019, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 22. März 2019, 02:00 bis 02:30 Uhr

Julia Westlake

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Wer bestimmt, wer leben darf? - Pränatale Diagnostik und Down-Syndrom

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Down-Syndrom: Wer darf leben?

Ein neuer Bluttest verrät werdenden Eltern, ob ihr Kind das Down-Syndrom hat - schnell und einfach. Wozu führt das? Behindertenverbände warnen vor einer neuen Ära der Selektion. Video (05:24 min)

Es gibt einen merkwürdigen Widerspruch: Einerseits gibt sich unsere Gesellschaft immer toleranter, andererseits lösen behinderte Menschen nach wie vor so große Ängste aus, dass immer weniger Kinder mit Down-Syndrom geboren werden. Mittlerweile gibt es einen Blut-Schnelltest für werdende Mütter, der anzeigt, ob das Ungeborene eine Trisomie hat. In Dänemark, wo dieser Test Kassenleistung ist, wird kaum noch ein Kind mit Down-Syndrom geboren. Jetzt soll es auch im Bundestag eine Debatte zu diesem vorgeburtlichen Test als Kassenleistung geben. Mediziner vom "Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik" und Behindertenverbände schlagen Alarm. Am 21. März ist der Welt-Down-Syndrom-Tag.

Schriftsteller*innen gegen gendergerechte Sprache - Ein Aufruf vom "Verein Deutsche Sprache"

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Aufruf gegen gendergerechte Sprache

Kürzlich hat Hannover die gendergerechte Sprache eingeführt. Weg mit diesem Genderunfug, fordert nun der Verein für Deutsche Sprache. Allen voran die Autorin Katja Lange-Müller. Video (05:21 min)

"Fahrzeugführende" statt Fahrer, StudentInnen und Journalisten*innen: Dieses Thema beschäftigt auch die Behörden, gerade hat die Stadt Hannover die gendergerechte Sprache eingeführt. Weg mit diesem Genderunfug, so fordert es eine Unterschriftenaktion des Vereins für Deutsche Sprache. Bekannte Schriftsteller und renommierte Germanisten haben unterschrieben. Sie alle sehen in den Bemühungen um eine geschlechtergerechte Sprache eine Verhunzung, basierend auf einem Irrglauben: dass das grammatische und das natürliche Geschlecht identisch wären. Und sie bezweifeln, dass gendergerechte Sprache tatsächlich für mehr gesellschaftliche Chancengleichheit sorgt und das Selbstbewusstsein von Frauen stärkt. Das Kulturjournal spricht mit der Erst-Unterzeichnerin Katja Lange-Müller sowie mit René_ Hornstein, einem Menschen, der sich durch unseren bisherigen Sprachgebrauch ausgeschlossen fühlt.

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Gendergerechte Sprache: Ein Muss oder Unfug?

"Redepult" statt "Rednerpult", "niemand" statt "keiner": Die Stadt Hannover hat gendergerechte Sprache eingeführt - der Verein Deutsche Sprache bezeichnet sie als "Gender-Unfug". Was meinen Sie? mehr

Von Helikopter-Müttern und Karriere-Frauen - Die Kinokomödie "Frau Mutter Tier"

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Die Kinokomödie "Frau Mutter Tier"

Die Helikopter-Mutter, die Alleinerziehende, die Karrierefrau mit Kind. Der Film "Frau Mutter Tier" erzählt kurzweilig und komisch ganz unterschiedliche Familiengeschichten. Video (04:49 min)

Auf dem Spielplatz treffen sie aufeinander: die besorgte Helikopter-Mutter, die gestresste Alleinerziehende, die ehrgeizige Karrierefrau mit Kind. Der Spielplatz ist deshalb auch zentraler Ort in dem Kinofilm "Frau Mutter Tier" von Regisseurin Felicitas Darschin (Kinostart: 21.3.). Die Komödie erzählt drei unterschiedliche Geschichten aus dem Alltag von Müttern, mit viel Humor, mit Verständnis für die Nöte, manchmal nah am Klischee. Es geht um nervende Schwiegermütter, abwesende Väter oder den Parcours mit Kinderwagen im Biomarkt. Wunderbar gespielt unter anderem von Julia Jentsch und Annette Frier. Grundlage des Films ist ein Theaterstück von Alexandra Helmig, die auch eine der Hauptrollen übernommen hat und das Lied "Unspoken" für den Soundtrack geschrieben hat. Die Autorin, Schauspielerin und Sängerin (unter dem Künstlernamen Ada Morghe) ist selbst Mutter. Im Kulturjournal spricht sie über "Frau Mutter Tier".

Verkannte Schönheit - Ein Bildband feiert die Kuh

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Ein Bildband feiert die Kuh

"Soweit ich denken kann, war ich kuhverrückt." Nun hat Werner Lampert den Tieren ein ganzes Buch gewidmet: Der Bildband "Die Kuh - eine Hommage" ist sein Herzensprojekt. Video (03:21 min)

Ob schwarz, ob weiß, ob braun - sie sind wahre Schönheiten: Die schweizer Eringer, die Ankole aus Angola, das Texas Longhorn oder die indische Hariana. Ein Bildband feiert Kühe aus fünf Kontinenten. Seit 10.000 Jahren leben wir gemeinsam mit ihnen; sie sind Nutztiere oder Gottheiten, Teil unserer Kultur. Etwa 1.000 Rassen gibt es weltweit, aber viele sind vom Aussterben bedroht. Dem Herausgeber des Buches, Werner Lampert, geht es deshalb nicht nur darum, die Schönheit der Kuh zu würdigen, sondern er will sich für das Überleben der Kühe einsetzen. Lampert ist in Österreich Vorreiter für biologische Landwirtschaft und er engagiert sich gegen das Artensterben insgesamt. Sein Buch "Die Kuh" (teNeues Verlag) ist nicht nur ein Prachtbildband, sondern auch ein wunderbares Nachschlagewerk mit vielen Informationen.

Was bedeutet Herkunft? - Das "NDR Buch des Monats" von Saša Stanišić

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NDR Buch des Monats: "Herkunft" von Saša Stanišić

"Herkunft" ist der neue Roman des Hamburger Schriftstellers Saša Stanišić. Er erzählt anhand seiner Familiengeschichte, was Geburtsorte, Sprache und Familie für das Leben bedeuten. mehr

Wie sehr prägt uns die Herkunft? Was bedeuten Geburtsort, Sprache und Familie für unser Leben? Und welche Rolle spielt der Zufall? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Saša Stanišić in seinem neuen Buch: "Herkunft" ist eine Mischung aus Autobiografie und Roman, in der Stanišić über seine Kindheit im ehemaligen Jugoslawien, seine Flucht und den Neuanfang in Deutschland erzählt. Saša Stanišić ist in Visegrad Ostbosnien geboren, der Vater Serbe, die Mutter muslimische Bosniakin. 1992 floh die Familie nach Heidelberg. Inzwischen lebt Stanišić in Hamburg. Stanišić erzählt von alter und neuer Heimat, springt zwischen Visegrad und Hamburg, Vergangenheit und Gegenwart. Eine besondere Rolle in dem Buch spielt die Großmutter, die an Demenz litt und starb, während Stanišić an dem Roman arbeitete. Stanišić schreibt persönlich und phantasievoll, mit Lust am Erzählen und an Geschichten. "Herkunft" ist unser NDR Buch des Monats.

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil. Viel Spaß!

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Katja Theile
Moderation
Julia Westlake