Kulturjournal

Montag, 08. Oktober 2018, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 12. Oktober 2018, 02:00 bis 02:30 Uhr

Julia Westlake im Studio.

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Eine moderne norddeutsche Heimatautorin: Julia Westlake trifft Dörte Hansen

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NDR Buch des Monats: "Mittagsstunde"

Ihr Roman "Altes Land" war Jahresbestseller 2015. Nun erscheint Dörte Hansens neues Buch "Mittagsstunde" - das NDR Buch des Monats. Schauplatz ist der fiktive friesische Ort Brinkebüll. mehr

In ihrem Sensationserfolg "Altes Land" fand Dörte Hansen einen Ton, den es so in der Literatur über das ländliche Leben in Norddeutschland noch nicht gegeben hatte: mal rasend komisch, mal melancholisch und dabei immer liebevoll mit den Figuren. Kein Wunder, dass der Roman Jahresbestseller 2015 wurde. Jetzt erscheint endlich ihr neues Buch "Mittagsstunde", und es ist mindestens so gut wie der Vorgänger. Schauplatz ist diesmal der fiktive friesische Ort Brinkebüll, der wie viele norddeutsche Dörfer tiefgreifende Veränderungen erleben musste: Die Felder wurden begradigt, die Straßen geteert, der Tante-Emma-Laden und Bauernhöfe geschlossen. Im Mittelpunkt steht der Dorfkrug, der noch von einem alten Paar betrieben wird. Ihr Enkel wollte den Gasthof nicht übernehmen, aber nun muss er sich doch um die Großeltern und deren Familiengeschichte kümmern. "Mittagsstunde" ist unser NDR Buch des Monats. Kulturjournal-Moderatorin Julia Westlake hat mit Dörte Hansen ein nordfriesisches Dorf besucht, das auch Brinkebüll sein könnte.

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Der Norden liest 2018

Dörte Hansen, Burghart Klaußner, Juli Zeh - das sind nur einige der Autoren, die uns auf unserer 13. Lesereise von "Der Norden liest" begleiten werden. mehr


Mit Schönheit die Welt retten: Faszinierende Naturfotos

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03:59

Mit faszinierenden Naturfotos die Welt retten

08.10.2018 22:45 Uhr

Die Fotografen und Umweltaktivisten Cristina Mittermeier und Paul Nicklen wollen mit ihren Bildern zeigen, was wir verlieren könnten. Eine Liebeserklärung an die Natur. Video (03:59 min)

Zwei Fotografen, eine Mission: Mit Bildern Alarm schlagen gegen die Zerstörung der Natur. Cristina Mittermeier und Paul Nicklen gehören zu den Gründern von SeaLegacy, einer gemeinnützigen Umweltorganisation, die auf die fragile Schönheit und die massive Bedrohung unseres Planeten aufmerksam machen will. Und sie engagieren sich seit Jahren in der "International League of Conservation Photographers" (ILCP), mit der sie die Umweltfotografie als eigene Disziplin etabliert haben. Während die Meeresbiologin Cristina Mittermeier unser Verhältnis zum Meer erforscht, bannt Paul Nicklen die arktische Tierwelt in spektakuläre Bilder. Jetzt sind bei teNeues Media zwei faszinierende Bände erschienen: "Amaze" von Cristina Mittermeier und "Born to Ice" von Paul Nicklen.

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Mit Schönheit die Welt retten

Zwei Fotografen, eine Mission: Die Gründer der Umweltorganisation SeaLegacy schlagen Alarm gegen die Zerstörung der Natur. Jetzt sind zwei Bildbände der Fotografen erschienen. extern


Von Facebook auf die Bühne: "Der Chor des Hasses" in Hamburg

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"Der Chor des Hasses" in Hamburg

08.10.2018 22:45 Uhr

Hate Speech, Hasskommentare und Shitstorms: Wie geht es einem, wenn man im Netz bepöbelt und bedroht wird? Prominente verlesen echte Hassmails und -briefe an Politiker. Video (05:02 min)

In Hamburg erklingt der "Chor des Hasses". So wie im alten Griechenland der Chor auf der Bühne die zentralen Themen eines antiken Dramas kommentierte, Fragen stellte und stellvertretend für die Meinung eines großen Teils des Volkes stand, kommt heute "Volkes Stimme" in den sozialen Medien zu Wort. Das zumindest ist der Kerngedanke des Projektes "Chor des Hasses": In Zeiten des Internets und der sozialen Medien fühlen sich viele berufen, direkt am Drama der Politik teilzunehmen. Sie sprechen die Beteiligten persönlich an, oft mit starken Emotionen, mit Hass. Prominente Schauspieler geben diesem neuen Chor eine Stimme und verlesen echte Hassposting und -briefe an Politiker. Anschließend stehen die Adressaten der Wut-Mails Rede und Antwort. Das Kulturjournal war bei der Veranstaltung in Hamburg dabei und diskutiert, welche Macht der Chor des Hasses hat.

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Giovanni di Lorenzo spricht mit Spitzenpolitikern

15.10.2018 23:15 Uhr

Beim "Chor des Hasses", nach einer Idee von Giovanni di Lorenzo, werden Schauspieler aus Hassbriefen an Politiker lesen. Die Veranstaltung ist Teil des Hamburger Theaterfestivals. mehr

"Chor des Hasses": Erschütternd und kaum erträglich

Hass-Mails an Politikerinnen und Politiker sind zunehmend Teil der öffentlichen Auseinandersetzung. Erstmals haben sie ihre Hass-Post beim Theaterfestival in Hamburg präsentiert. mehr

Mein Opa Erich Honecker: Die Autobiografie von Enkel Roberto Yáñez

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03:08

Mein Opa Erich Honecker

08.10.2018 22:45 Uhr

Wie fühlt es sich an, wenn die geliebten und allseits geachteten Großeltern plötzlich als Verbrecher gejagt werden? Honecker-Enkel Roberto Yáñez hat eine Autobiografie geschrieben. Video (03:08 min)

Wie fühlt es sich an, wenn die geliebten und allseits geachteten Großeltern plötzlich als Verbrecher gejagt werden? Roberto Yáñez, Sohn der Honecker-Tochter Sonja, hat jetzt über sein Leben als "Lieblingsenkel" des mächtigsten Paares der DDR geschrieben und auch über die Zeit nach dem Sturz des Großvaters: Roberto Yáñez wächst mit den Privilegien der Macht auf. Wenn er an Wochenenden zu Besuch in die Waldsiedlung Wandlitz fährt, wird er mit einem Auto des Personenschutzes abgeholt. Dort spielt er gern im Wald, manchmal nimmt ihn der Opa auch mit zur Jagd.  Als die Mauer dann fällt, ist er 15 Jahre alt, und die geliebten Großeltern müssen das Land verlassen. Er selbst fühlt sich verfolgt, auch nachdem seine Familie nach Chile, in das Land seines Vaters, ausgereist ist. Sein Buch, gemeinsam verfasst mit dem Filmemacher Thomas Grimm, zeichnet ein privates, anderes Bild der Honeckers. Die politischen Verantwortlichkeiten des SED-Chefs Erich Honecker und der Volksbildungsministerin Margot Honecker bleiben jedoch ausgespart: "Ich war der letzte Bürger der DDR. Mein Leben als Enkel der Honeckers" (Insel Verlag).

Der Roman des Jahres: Sieger des Deutschen Buchpreises

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Roman des Jahres: "Archipel" von Inger-Maria Mahlke

Sechs Bücher standen auf der Shortlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises. Gewonnen hat Inger-Maria Mahlke mit ihrem Roman "Archipel". Das Kulturjournal stellt alle Bücher kurz vor. mehr

"And the winner is ..." : "Archipel" von Inger-Maria Mahlke. Sechs Autoren und Autorinnen standen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis: Neben der Preisträgerin waren es Maria Cecilia Barbetta, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Susanne Röckel und Stephan Thome. Der Preis, der mit 25.000 Euro für die Siegerin und je 2.500 Euro für die anderen fünf Autoren der Shortlist dotiert ist, gehört zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Die bisherigen Gewinner haben es fast alle durch den Preis auf die Bestsellerliste geschafft.

Erinnerungen an den 1. Weltkriegs: Zeichnungen von Soldaten im Kunstmuseum Stade

Veranstaltungen

Erinnerungen an den Krieg in Stade

13.10.2018 10:00 Uhr
Kunsthaus Stade/Museum Schwedenspeicher

Das Kunsthaus Stade zeigt Zeichnungen von Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg in der Doppelausstellung "Der naive Krieg" zusammen mit dem Museum Schwedenspeicher. mehr

Es sind naive Bilder, die an Kinderzeichnungen erinnern: bunt und unbeholfen. Doch sie zeugen von den Grausamkeiten des Ersten Weltkriegs. Es sind Bilder und Zeichnungen von ganz normalen Soldaten, Laien, die ihre Erlebnisse mit Stift auf Papier festgehalten haben. Persönliche Hinterlassenschaften, die ein unverfälschtes, fast naives Bild des Krieges zeichnen. Entstanden aus den schlimmen Erfahrungen der Betroffenen - das Grauen ist am ehesten dann zu erfassen, wenn es ein menschliches Gesicht erhält. Jetzt ist diese so erschütternde Laienkunst in Stade zu sehen - im Rahmen einer Doppelausstellung, in Kombination mit einer Auswahl von kunsthandwerklichen Gegenständen aus der Zeit, die sich mit dem Krieg beschäftigen, sowie Objekten von Kriegsgefangenen. Das Kulturjournal ist beim Aufbau der Ausstellungen dabei.


"Wahr. Schön. Gut" - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile