Kulturjournal

Montag, 22. März 2021, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 26. März 2021, 02:10 bis 02:45 Uhr

Eigenwillige Eigenheime in Norddeutschland: Unterwegs mit Architekturkritikerin Turit Fröbe

"Bausünden sind Architekturen, die aus der Reihe tanzen", sagt Turit Fröbe. Die Kunsthistorikerin fotografiert seit 20 Jahren auffällige Gebäude, wie monströse Fassaden, überladene Verzierungen oder besonders gewagte Farb- und Materialkombinationen. Ihr neuer Fotoband heißt "Eigenwillige Eigenheime" und zeigt ungewöhnliche Privathäuser: Zum Beispiel Doppelhäuser mit zwei Gesichtern oder expressive Zaun- und Garagenkreationen. Im Kulturjournal besucht Turit Fröbe ein niedersächsisches Wohnviertel und zeigt uns wunderbare Architekturen und ausgefallene Details. Es ist eine sehr persönliche, mitunter ironische Sicht auf Häuser, die herausragen aus der Einheitsarchitektur.

Kultroman als Ballett: "Der Liebhaber" in Hannover

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Tänzer Sandra Bourdais und Maurus Gauthier eng umschlungen auf der Bühne © Staatsoper Hannover Foto: Ralf Mohr

Staatsoper Hannover: Marco Goecke inszeniert "Der Liebhaber"

Das erste abendfüllende Ballett von Ballettchef Marco Goecke kommt an der Staatsoper Hannover auf die Online-Bühne. mehr

Choreograph und Direktor des Staatsballetts Hannover Marco Goecke hat mit "Der Liebhaber" nach dem Erfolgsroman von Marguerite Duras ein starkes Stück auf die Bühne gebracht. Es ist eine getanzte Hommage an die Literatur, die teils autobiografische, skandalöse Liebesgeschichte einer 15-Jährigen mit einem zwölf Jahre älteren Mann. Die Geschichte  spielt in Indochina zur französischen Kolonialzeit. Die Uraufführung an der Staatsoper Hannover fand coronabedingt im digitalen Livestream statt, der noch bis zum 27. März im Netz zu sehen ist. Doch auch wenn Tänzer:innen und Publikum getrennt sind, die Wucht und emotionale Spannung vermittelt sich auch über die Bildschirme.

Erzähltes Leben: Das neue Buch von Helga Schubert, Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin

Mit 80 Jahren hat Helga Schubert 2020 den begehrten Bachmann-Preis gewonnen für ihren Text "Vom Aufstehen". Es geht darin um die komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter und auch um die große Liebe zu ihrem zweiten Mann, der auf ihre Pflege angewiesen ist. Jetzt hat sie diesen Text mit weiteren neuen Erzählungen als Buch veröffentlicht. Es ist eine Art Lebensbilanz. Helga Schubert schreibt ganz persönlich, z.B. über Kindheitserlebnisse in Greifswald, über ihren Alltag in der DDR oder ihre Sicht auf die deutsche Geschichte. Immer wieder geht es um die Wendezeit, in der die DDR-Schriftstellerin politisch sehr aktiv war. "Vom Aufstehen" ist unser NDR Buch des Monats. Kulturjournal-Moderatorin Julia Westlake besucht Helga Schubert zu Hause in Alt Meteln in der Nähe von Schwerin.

Alles über Fußball: Philipp Lahm erklärt die Philosophie des größten Spiels aller Zeiten! 

11 Freunde und ein Ball - das ist schon lange nicht mehr genug. Philipp Lahm leitet aus den Fußballregeln eine weltumspannende Kultur des Miteinanders ab!

Preisgekrönte Doku: NDR distanziert sich von "Lovemobil"

Das Genre Dokumentarfilm ist der Realität und Wahrheit verpflichtet und genießt deshalb bei vielen ein besonders hohes Ansehen. Recherchen des investigativen NDR Formats Strg_F zeigen nun, dass Teile des preisgekrönten Dokumentarfilms "Lovemobil", den der NDR mit produziert hat, gestellt sind, also nicht authentisch sind.

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Haupteingang zum Gelände des NDR an der Rothenbaumchaussee. © dpa/picture-alliance Foto: Markus Scholz

NDR distanziert sich vom Dokumentarfilm "Lovemobil"

In dem vom NDR mitproduzierten Film sind viele Szenen nicht authentisch. Das haben Recherchen der NDR Redaktion STRG_F ergeben. mehr

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