Kulturjournal

Montag, 11. Januar 2021, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 15. Januar 2021, 01:45 bis 02:15 Uhr

Schoßhund, Biergartendackel, Kampfbestie: Eine Kulturgeschichte des Hundes

Aus dem wilden Wolf ist im Lauf der Evolution ein treuer Gefährte geworden und aus dem Hofhund eine Designhandtasche. Aber wie ist das geschehen? Und vor allem: warum? Der Evolutionsbiologe Josef Reichholf erforscht und beschreibt in seinem neuen Buch "Der Hund und sein Mensch - Wie der Wolf sich und uns domestizierte" eine der ältesten Beziehungen der Menschheitsgeschichte.

VIDEO: Wie Hund und Mensch beste Freunde wurden (5 Min)

Wissen für alle: 20 Jahre Wikipedia!

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Das Wikipedia Logo © picture alliance/ Wedel/Kirchner-Medien
6 Min

20 Jahre Wikipedia: Freier Zugang zum Wissen der Welt

2001 startete Wikipedia mit der Vision, das Wissen der Menschheit für alle zugänglich zu machen. Durch ein Online-Lexikon, an dem jeder mitschreiben darf. 6 Min

2001 starteten die Gründer von Wikipedia mit einer Vision: Jeder Mensch soll Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit haben - durch eine frei verfügbare Online-Enzyklopädie, an der jeder mitschreiben darf. Doch was wurde aus dieser Idee der Schwarmintelligenz? Und wie funktioniert die Kontrolle in Zeiten von Fake News und alternativen Fakten? Darüber sprechen wir mit Lukas Mezger, dem Vorsitzenden des Wikimedia-Präsidiums in Deutschland, und mit dem Kritiker Johannes Weberling von Wikiwatch. Außerdem treffen wir einen 14-jährigen "Wikipedianer" aus Norddeutschland, der in seiner Freizeit mitschreibt am größten Lexikon der Welt. 

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Die Startseite von Wikipedia durch eine Lupe betrachtet © picture alliance / AA Foto: Ali Balikci

20 Jahre Wikipedia - NDR Schwerpunkt zum Jubiläum

Am 15. Januar 2001 ging Wikipedia online - heute umfasst die Enzyklopädie 55 Millionen Beiträge in knapp 300 Sprachen. mehr

Das Wikipedia Logo © picture alliance/ Wedel/Kirchner-Medien

Dokumentation: 20 Jahre Wikipedia - Wissen für alle?

Wikipedia umfasst über 50 Millionen Artikel und will ein Versprechen halten: Das Wissen soll für jeden zugänglich sein. extern

Verstörende Fotos: Die Superspreader von Ischgl

Lois Hechenblaikner ist ein genialer Fotograf, aber eigentlich viel mehr noch Kultursoziologe. Sein neuer Bildband "Ischgl" (Steidl Verlag) zeigt die enthemmte, zügellose Welt der Superspreader von Ischgl, einer Drehscheibe der Ausbreitung von Covid-19 für ganz Europa. Lois Hechenblaikners Schreckensbilder zeigen, wie sich das Virus so rasant in einer Region ausbreiten konnte, die eine solch ausufernde Après-Ski-Kultur pflegt. Der Ausnahmezustand - hier war er die Regel.

VIDEO: Corona-Pandemie: Die Superspreader von Ischgl (5 Min)

Leben nach der Entführung: Das neue Buch von Reemtsma-Sohn Johann Scheerer

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Cover des Buchs Unheimlich nah von Johann Scheerer © Piper Verlag

NDR Buch des Monats Januar: "Unheimlich nah"

Johann Scheerer erzählt von der Entführung seines Vaters Jan Philipp Reemtsma in den 90er-Jahren. Er war damals 13 Jahre alt. mehr

In seinem ersten Buch beschrieb Johann Scheerer, wie er die Entführung seines Vaters Jan Philipp Reemtsma 1996 erlebt hat: "Wir sind dann wohl die Angehörigen". Der autobiografische Roman wurde hochgelobt. Jetzt erscheint die Fortsetzung "Unheimlich nah". Darin erzählt Scheerer wie sich das Leben der Familie nach der Freilassung verändert hat: Das Haus steht unter ständiger Bewachung, bei jedem Schritt wird er von Personenschützern begleitet - auf dem Weg zur Schule, zur Freundin und zur Probe mit der Band. Wie geht er um mit der Angst vor einer neuen Entführung und wie mit dem Vater, der die Spuren der Geiselnahme trägt? Was macht all das mit einem Heranwachsenden? Johann Scheerer, heute  38 Jahre alt, schreibt in seinem zweiten Buch offen über seine Jugend unter Überwachung und über den Versuch, diese Überwachung vor Freunden zu verbergen und in ein "normales" Leben zurückzufinden. Es ist unser NDR Buch des Monats!

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Johann Scheerer im NDR Kultur Studio © NDR Kultur

Johann Scheerer spricht über seinen Roman "Unheimlich nah"

Der Hamburger Musikproduzent hat wieder geschrieben: "Unheimlich nah" erscheint am 11. Januar im Piper Verlag. mehr

Der Erfinder des Populismus: Ein neuer Blick auf Benito Mussolini

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Benito Mussolini steht vor einem Mikrofon und spricht. Hinter ihm stehen Männer. © picture alliance/ ASSOCIATED PRESS
8 Min

Italiens Diktator: Ein neuer Blick auf Benito Mussolini

Antonio Scurati skizziert in seinem Buch das Leben von Benito Mussolini und spannt einen Bogen zu Mechanismen aktueller rechter Politik. 8 Min

"M - Der Sohn des Jahrhunderts": Schon der Titel des großen Romans von Antonio Scurati ist Programm. Er erzählt im ersten seines auf drei Bände angelegten Werks minutiös die Anfangsjahre von Benito Mussolini und seiner faschistischen Bewegung. Aber das Kürzel "M" und die Verbindung mit dem 20. Jahrhundert zeigen, dass es dem Autor um mehr geht. Er schildert Mussolini als einen Typus, der die Politik revolutioniert hat: Instinkt statt Argumente, Spiel mit den Ängsten der Bevölkerung, markante Rhetorik, Selbststilisierung als Retter der Nation. Dieses Muster, sagt Scurati, finden wir heute bei allen Populisten wieder. Mussolini hat es geschafft, sagt er im ttt-Interview, ohne ein eigenes Programm, ohne eine politische Theorie zum "Duce" eines ganzen Landes zu werden. Historisch genau bis ins Detail und gleichzeitig mit psychologischem Tiefgang entwirft dieser Roman ein erschreckend aktuelles Bild von den Mechanismen rechter Politik.

Redaktionsleiter/in
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Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile