Charité

Untergrund & Stunde Null

Dienstag, 07. April 2020, 00:25 bis 02:00 Uhr

Folge 11: Im Untergrund

Berlin, 1944: Die Charité wird mittlerweile immer wieder von Bomben getroffen. Die oberen Stockwerke der Chirurgie werden geräumt, operiert wird nur noch im völlig überfüllten, aber bombensicheren OP-Bunker. Bettlägerige Patienten können mangels Personal bei Bombenalarm nicht mehr im Keller in Sicherheit gebracht werden.

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Prof. Sauerbruch (Ulrich Noethen, l.) untersucht die amputierte Hand von Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Pierre Kiwitt, r.).

Otto besteht sein Chirurgie-Examen bei Sauerbruch. Sein Prüfungspatient ist kein Geringerer als Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Dessen amputierte Hand soll durch eine Prothese, die berühmte "Sauerbruch-Hand", ersetzt werden. Doch als Stauffenberg erfährt, dass die Behandlung Monate dauern wird, sagt er ab. Er hat andere Pläne. Sauerbruch stellt Stauffenberg und seinen Mitverschwörern seine Villa für konspirative Treffen zur Verfügung.

Karins Behandlung bleibt ohne Erfolg. Artur gibt jetzt dem Druck seines Chefs nach und will sein Kind ohne Annis Wissen in die "Kinderfachabteilung" bringen lassen. Nur Schwester Käthe ist eingeweiht. Als Anni entdeckt, was Artur angeordnet hat, versteckt sie ihre Tochter auf dem Dachboden. Ihren Mann lässt sie im Glauben, sie habe sich mit Karins Abtransport abgefunden.

Otto muss nach bestandenem Examen an die Front. Er und Martin müssen verbergen, wie schwer ihnen die Trennung fällt. Bei Ottos Abschied gesteht Schwester Christel Otto ihre Liebe und will sich mit ihm verloben. Doch er weist sie brüsk zurück. Die tief verletzte Christel denunziert daraufhin Martin als homosexuellen Verführer bei der Polizei. Otto und Martin werden verhaftet. Otto lässt man laufen, doch Martin soll als Wiederholungstäter von de Crinis in der Psychiatrie begutachtet werden. Ihm droht "Entmannung" oder KZ.

Nach dem Anschlag auf Hitler wird Sauerbruch als Gastgeber der Verschwörer abgeführt und verhört, sein Sohn Peter wird von der Front weg verhaftet. Als Artur erfährt, dass Karin nie in der "Kinderfachabteilung" angekommen ist, stellt er Anni zur Rede. Doch sie verschweigt ihm, wo sie Karin versteckt hält.

Folge 12: Stunde Null

Berlin, 1945: Im OP-Bunker hört man bereits das Artilleriefeuer der Russen. Tag und Nacht werden verwundete Soldaten und Bombenopfer versorgt. Sauerbruch und seine Mitarbeiter operieren bis zur Erschöpfung, ohne Wasser, ohne Strom, ohne Medikamente und Verbandsmaterial.

Im Keller der Kinderklinik arbeiten Anni und Artur nebeneinander her. Als ein jüdischer Junge mit schweren Brandverletzungen eingeliefert wird, der mit seinem Vater untergetaucht war, deckt Artur die Verfolgten. Und als Anni Lebensmittel für Karin und Otto stehlen will, hilft er ihr sogar. Wer kann, verlässt Berlin. Spion Kolbe verabschiedet sich von seiner Geliebten Maria Fritsch. Sauerbruchs Sekretärin will ihren Chef und die Charité nicht im Stich lassen. Sauerbruch, Margot und sogar der Franzose Dr. Jung sind entschlossen, bis zum bitteren Ende für die Patienten da zu sein. De Crinis dagegen trifft Vorkehrungen für die "Stunde Null". Er verbrennt belastende Akten und hat Zyankali organisiert. Als Magda Goebbels sich verabschiedet, um mit ihren Kindern im Führerbunker in den Tod zu gehen, lässt das selbst den skrupellosen Psychiater nicht kalt.

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Anni (Mala Emde, r.) hat ihre Tochter Karin aus dem Versteck geholt, ihr Mann Artur (Artjom Gilz, l.) ist überglücklich.

Auf dem Charité-Gelände tobt jetzt der Endkampf. Fanatisierte Volkssturm-Jungen versuchen, die Russen aufzuhalten. Otto muss sich weiter auf dem Dachboden verstecken, Deserteure werden immer noch aufgeknüpft. Auf Karin muss er nicht länger aufpassen. Anni holt das Kind aus dem Versteck und bringt es in die Kinderklinik. Artur ist überglücklich, Karin nach so langer Zeit in seine Arme schließen zu können. Er kümmert sich aufopfernd um seine Patienten, besorgt unter Lebensgefahr Trinkwasser. Nicht nur Anni ist berührt von Arturs ritterlichem Verhalten, auch der jüdische Vater. Er schenkt Artur dafür einen Judenstern, damit der ihn gegenüber den Russen als Antifaschist ausweist. Die ersten Sowjetsoldaten dringen in den OP-Bunker ein. Panik macht sich breit, aber der Name Sauerbruch ist auch den Russen ein Begriff. Sie vertrauen ihm ihre verwundeten Kameraden an. Otto, der vom Dachfenster aus dem Morden auf dem Klinikgelände hilflos zusehen muss, wird von einem Schuss getroffen. Martin findet Otto, der am verbluten ist, und schafft ihn unter Lebensgefahr in den OP-Bunker. Der Krieg ist aus. Die Lage in der Klinik entspannt sich. Ärzte und Patienten sehen nach Wochen in Bunkern und Kellern zum ersten Mal wieder das Tageslicht. Erschöpft übergibt Sauerbruch die Klinik den Russen.

Hinweis: Die Videos gibt es immer 7 Tage vor TV-Ausstrahlung.

Schauspieler/in
Mala Emde als Anni Waldhausen
Ulrich Noethen als Prof. Sauerbruch
Jannik Schümann als Otto Marquardt
Luise Wolfram als Margot Sauerbruch
Artjom Gilz als Artur Waldhausen
Jacob Matschenz als Martin Schelling
Frida-Lovisa Hamann als Schwester Christel
Susanne Böwe als Schwester Käthe
Hans Löw als Prof. Jung
Lukas Miko als Prof. De Crinis
Sarah Bauerett als Maria Fritsch
Marek Harloff als Fritz Kolbe
Pierre Kiwitt als Claus Graf Schenk von Stauffenberg
Andreas Nickl als Viktor Goldblum
Katharina Heyer als Magda Goebbels
Vera Streicher als Yrsa von Leistner
Komponist/in
Hannah Hübbenet
John Gürtler
Jan Miserre
Kamera
Holly Fink
Autor/in
Dorothee Schön
Dr. Sabine Thor-Wiedemann
Regie
Anno Saul
Redaktion
Schulte-Kellinghaus, Diana
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