Schätze der Welt

Kaya - Die heiligen Wälder der Mijikenda, Kenia

Sonntag, 10. Februar 2019, 06:45 bis 07:00 Uhr

Die drei heiligen Waldgebiete des Stammes der Mijikenda in Kenia, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, sind die letzten Reste eines riesigen Dschungels, der sich bis ins vergangene Jahrhundert an der Küste Kenias zum Indischen Ozean erstreckte. In diesem Wald lagen die "Kayas", das bedeutet "Platz" oder "Ort". Bis vor etwa gut 50 Jahren waren es noch Dörfer, welche die Stämme der Mijikenda vor langer Zeit auf ihrer Flucht vor den Massai, zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert, versteckt im Dschungel gegründet hatten.

Respektvoller Umgang mit heiligen Plätzen

Heute existieren diese Stammeskonflikte nicht mehr. Aus den "Kayas" sind heilige Plätze geworden, an denen die Clans ihre Toten beerdigen, die Ahnen verehren oder sich der Ältestenrat versammelt. Um die heiligen Plätze nicht zu entweihen, dürfen diese nur barfuß betreten werden. Die Waldinseln der Mijikenda sind auch Rückzugsgebiete für eine einzigartige Fauna und Flora, die in großen Teilen an der Küste bereits vernichtet wurde.

Traditionen erhalten und weitergeben

Der Film begleitet Barak und Ngua, zwei Mitglieder des Ältestenrats aus "Kaya Kauma". Sie sind auf dem Weg nach "Kaya Kambe" zu einer Versammlung, um ihre Stammesbrüder von der existenziellen Bedeutung des traditionellen Wissens für das Überleben der eigenen Kultur und der heiligen Plätze zu überzeugen. Nur wenn die junge Generation wieder für die Tradition gewonnen werden kann, haben die Kayas, die Waldreservate der Mijikenda, eine Chance, da diese von der sie umgebenden Industrie bedroht sind.

Redaktion
Goggo Gensch
Regie
Rüdiger Lorenz
Autor/in
Rüdiger Lorenz
Regie
Faranak Djalali
Autor/in
Faranak Djalali
Redaktion
Christoph Bungartz