Eisenbahnromantik

Glacierexpress – Von St. Moritz in die Rheinschlucht

Freitag, 09. April 2021, 15:00 bis 15:30 Uhr

Die Fahrt mit dem Glacier Express ist eine der berühmtesten Eisenbahnreisen der Welt. In acht Stunden erlebt man zwischen St. Moritz und Zermatt knapp 300 Kilometer Schweizer Alpenlandschaft in ihrer schönsten Form. Die Reise mit dem "langsamsten Schnellzug der Welt" gehört zu einer der aufregendsten und bequemsten Möglichkeiten, die Alpen zu entdecken. Die "Eisenbahnromantik" war für eine dreiteilige Dokumentation mit dem Glacier Express unterwegs.

Das Paradestück der Bahnpionierzeit

Der erste Teil beginnt im mondänen Wintersportort St. Moritz. Der ehemalige Kurdirektor Hans Peter Danuser hat schon in den 1980er-Jahren mit seinem Alphornblasen in New York für den Glacier Express geworben. Kurz hinter St. Moritz fährt der Zug auf dem Weg ins Engadin durch den Albulatunnel. Auf der anderen Seite geht es auf der Albulalinie, UNESCO-Weltkulturerbe, bis Thusis am Hinterrhein bergab. Die Strecke bettet sich harmonisch in die Landschaft ein und gilt als Paradestück der Bahnpionierzeit. Den großen Höhenunterschied von 1.000 Metern überwindet der Zug mittels mehrerer Kreiskehrtunnel. Gian Brüngger, ein langjähriger Eisenbahner, erklärt, wie das funktioniert. Und bis Bergün kann den Reisenden schon mal schwindelig werden.

Lai da Palpuogna - bekannt durch "Heidi"

Die "Eisenbahnromantik" besucht den Bergsee Lai da Palpuogna. Hier besitzt der ehemalige Eisenbahner Peider Härtli eine kleine Maiensäss-Hütte. In diesen Hütten auf den Almen wurde vor dem Bahnbau die Milch zu Käse weiterverarbeitet. Vielen Zuschauerinnen und Zuschauern wird diese Gegend bekannt vorkommen, hier wurden nämlich die ersten "Heidi"-Filme gedreht. Über die berühmteste Eisenbahnbrücke der Schweiz, dem Landwasserviadukt, fährt der Glacier Express langsam Chur entgegen. In der Brunnenstadt klärt die "Eisenbahnromantik" die Bedeutung des Wortes "Waschweiber" auf.

Fahrt durch den "Grand Canyon der Schweiz"

Am nächsten Morgen überquert der Glacier Express in Reichenau die Stelle, wo sich Vorder- und Hinterrhein zum Rhein vereinigen. Die Fahrt geht durch die Ruinaulta, wie die Rheinschlucht zwischen Reichenau und Ilanz auf Rätoromanisch heißt. Weiße Felsen und bizarre Gesteinsformationen haben diesen Abschnitt berühmt gemacht. Für Lokführer Gion Caprez ist es der schönste Streckenteil. Hier, im "Grand Canyon der Schweiz", fährt er den Glacier Express auch ein wenig langsamer, Pünktlichkeit spielt dann keine Rolle mehr.

Redaktion
Sara Helmig
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