Hamburger Hafenkonzert

Fiete Sturm - der Diakon in der Seemannsmission Altona

Sonntag, 07. März 2021, 06:00 bis 08:00 Uhr, NDR 90,3

Diakon Fiete Sturm ist Leiter der Seemannsmission Altona. © Marina van Rotten Foto: Marina van Rotten

Diakon Fiete Sturm von der Seemannsmission Altona. © Alexander Pihuliak Foto: Alexander Pihuliak
Diakon Fiete Sturm ist Leiter der Seemannsmission Altona und hat für die Probleme der Seeleute immer ein offenes Ohr.
Vor fünf Jahren brach der Bielefelder Diakon Fiete Sturm die Zelte in seiner Heimatstadt Bielefeld ab. Ihn zog es in den Norden, nach Hamburg. Hier leitet der Enddreißiger mit dem beeindruckenden Bart eine der 16 deutschen Seemannsmissionen: die Seemannsmission Altona.

Eingangsbereich der Seemannsmission Hamburg-Altona
Seeleute aus aller Welt sind hier immer herzlich Willkommen: der Eingangsbereich der Seemannsmission Altona in der Großen Elbstraße.

Das Haus in Altona ist für viele Seeleute ein Stück Heimat in der Fremde, ein Ankerplatz für Körper und Seele. Hier finden sie Ruhe an Land, heimatliches (philippinisches) Bier und immer einen Ansprechpartner, wenn sie sich Probleme von der Seele reden wollen. Die Altonaer Mission in der Großen Elbstraße ist mit ihren 38 Zimmern nicht nur Seemannsunterkunft, sondern auch Touristen-Hotel. Die Touristen schätzen neben der familiären Atmosphäre vor allem den direkten Blick auf die Elbe – während die Seeleute lieber Zimmer mit dem grünen Hofblick wählen, erzählt Fiete Sturm.

Ein Stück Geborgenheit in der Fremde

Seemannsclub mit Billardtisch in der Seemannsmission Hamburg-Altona © NDR Foto: Jochen Lambernd
Bei den Seeleuten beliebt: der Billardtisch in der Seemannsmission Altona.

Seemannsdiakon Fiete Sturm weiß um die Sorgen der Männer und Frauen auf See: meistens sind sie viele Monaten von zu Hause weg - weit entfernt von ihren Familien und Freunden. An Bord sind sie nur Dienstgrade. Deshalb, sagt Sturm, sei es wichtig, die Seeleute mit ihrem Namen anzusprechen, sie als Menschen, als eigene Persönlichkeiten wahrzunehmen.

Seefahrt: ein knochenharter Job

Aron Tebwatia, 3. Offizier, freut sich, dass er - wenn alles klappt - kommende Woche die Heimreise antreten kann. Er ist seit November in Hamburg und seit über eineinhalb Jahren nicht mehr Zuhause. © Petra Volquardsen Foto: Petra Volquardsen
Seemann Aron Tebwatia aus Kiribati ist vergangenen November in Hamburg gestrandet. Auch er wird von der Seemannsmission unterstützt und freut sich, dass er Mitte März wohl endlich die Heimreise antreten kann.

Der Beruf der Seeleute ist gerade in der Pandemie-Zeit besonders hart. Viele Besatzungen sind in den Häfen gestrandet, weil die Heimflüge nicht mehr stattfanden. Auch der Landgang war verboten. So war es vor allem die Aufgabe der Seemannsmissionen, sich um die Gestrandeten zu kümmern.  Nach einem Jahr Pandemie sind noch immer nicht alle Seeleute wieder zuhause. Diakon Fiete Sturm erzählt von seiner Arbeit, von den Begegnungen mit den Seeleuten aus aller Welt, vom schwierigen und doch so wichtigen Seemannsberuf und von seiner Liebe zu Hamburg und zum Norden.

Moderation: Kerstin von Stürmer

Weitere Informationen
Kerstin von Stürmer im Studio von NDR 90,3 © NDR Foto: Marco Peter

Das Team des Hamburger Hafenkonzerts

Das erste Hamburger Hafenkonzert wurde 1929 ausgestrahlt. Es läuft sonntags um 6 und 19 Uhr bei NDR 90,3. Bildergalerie

Container-Terminal Altenwerder im Hamburger Hafen © picture-alliance / dpa Foto: Soeren Stache

Hamburger Hafenkonzert - Sonntag bei NDR 90,3

Hören Sie die älteste Radiosendung der Welt auf NDR 90,3. Das erste Hamburger Hafenkonzert wurde 1929 ausgestrahlt. mehr

NDR 90,3 Livestream

Hamburg am Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr
Live hörenTitelliste