Finale in Tongyeong

Zum Abschluss ihrer Asientournee war die NDR Radiophilharmonie mit ihrem Chefdirigenten Andrew Manze zu Gast in Tongyeong in Südkorea. Als Solistin war die brillante junge Geigerin Ye-Eun Choi dabei, die von Anne-Sophie Mutter zu den vielversprechendsten Talenten ihrer Generation gezählt wird.

Ein abenteuerliches Finale in Tongyeong

Asientournee
So, 23.10.2016 | 15 Uhr
Tongyeong, Concert Hall

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze
Dirigent
Ye-Eun Choi Violine

JOHANNES BRAHMS
Violinkonzert D-Dur op. 77
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica"

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Die koreanische Geigerin Ye-Eun Choi ist von ihrer Mentorin Anne-Sophie Mutter als "eines der ganz großen Geigentalente" bezeichnet worden.
Hochgelobtes Geigentalent

Als eine "Musikerin, die einen eigenen Ausdruck sucht und sehr viel Klangfantasie in sich trägt" und als "eines der ganz großen Geigentalente" wurde Ye-Eun Choi von Anne-Sophie Mutter gelobt. Sie war im Konzert in Tongyeong mit dem beliebten Violinkonzert von Johannes Brahms zu erleben. Bereits im Alter von 16 Jahren erhielt sie ein Stipendium des Freundeskreises der Anne-Sophie Mutter Stiftung und wird bis heute von der Geigerin persönlich gefördert und intensiv unterstützt. 2007 wurde sie von der American Symphony Orchestra League in der Kategorie "Rising Star" ausgezeichnet, 2013 erhielt sie den Nachwuchspreis des Europäischen Kulturpreises.

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Eine Lieblingssinfonie

Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 3, die berühmte "Eroica", ist eines der Lieblingsstücke Andrew Manzes. Berühmt, weil sie einen neuen, als revolutionär empfundenen Ton anschlug; berühmt aber auch, weil sie einst dem großen Napoleon gewidmet war, bevor der Komponist tief enttäuscht die Widmung wieder zurücknahm. Schon 2008, damals mit dem Sinfonieorchester Helsingborg, wählte Manze für sein CD-Debüt als Dirigent die "Eroica". Bis heute treibt ihn die Frage um, "wie Beethoven seine Sinfonie präsentieren würde, wäre er unter uns".

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Direkt an der Küste gelegen, erinnert die Architektur der 2014 eröffneten Concert Hall in Tongyeong an die Form sich brechender Wellen.
Klangvolle Wellen

Zu Ehren des Komponisten Isang Yun erbaut, bietet das architektonische Ensemble der neuen Concert Hall in Tongyeong einen imposanten Anblick. Mit Blick auf den Hafen ist die Concert Hall in die Küstenlandschaft eingebaut und spielt in ihrer Form mit der Idee sich brechender Wellen. Im Inneren bietet die Konzerthalle Platz für 1.300 Besucher und ist auf perfekte akustische Bedingungen ausgerichtet.

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