Arbeit an der "musikalischen Visitenkarte"

Gemeinsam mit dem NDR Chor und dem WDR Rundfunkchor hat die NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Andrew Manze in dieser Woche an einer CD-Einspielung gearbeitet: Die Aufnahme von Mendelssohns Sinfonie-Kantate "Lobgesang" wird den Abschluss ihrer neuen Mendelssohn-Serie beim Label Pentatone bilden. Als Solisten sind Anna Lucia Richter, Esther Dierkes und Robin Tritschler dabei.

Es ist eine anstrengende Woche für die Musiker: Sie spielen zwei reguläre Abo-Konzerte und die Eröffnung der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern - und nehmen gleichzeitig Mendelssohns "Lobgesang" für eine neue CD auf. "Das erfordert ein ganz anderes Tempo. Man kann Andrew Manze wirklich bewundern, dass er dabei Ruhe vermittelt und es schafft, diese sehr große Gruppe durch den engen Zeitplan zu schleusen. Und ich bin sicher, dass am Ende ein hervorragendes Ergebnis vorliegt", so Matthias Ilkenhans, der Manager der NDR Radiophilharmonie.

Große Besetzung und musikalische Balance

Paralleles Arbeiten

Andrew Manze bestätigt, dass es eine Herausforderung sei, da man anders denke müsse, um ein Konzert vorzubereiten, als bei einer Aufnahme. "Manchmal muss ich die Musiker unterbrechen, wenn sie gerade voll im Fluss sind, um einen Teil zu wiederholen. Ich muss die Vorstellung im Kopf behalten, wie die CD werden soll, aber gleichzeitig ein Konzert vorbereiten", so beschreibt Manze die Schwierigkeiten.

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"Zu Hause" mit Mendelssohn

Es ist die letzte Mendelssohn-Sinfonie, die sie für ihre dreiteilige Serie bei Pentatone aufnehmen. Für ihre ersten gemeinsamen CDs war es der NDR Radiophilharmonie und Andrew Manze wichtig, etwas aus dem sinfonischen Kernrepertoire auszuwählen. Mendelssohn erschien da perfekt: "Ich mag es sehr, wie das Orchester Mendelssohn spielt, weil es die Kombination von klassischer Musik und romantischem Gefühl so gut beherrscht. Wir fühlen uns mit diesen Sinfonien 'zu Hause'", erklärt Manze.

Musikalische Visitenkarte

Nachdem die NDR Radiophilharmonie mit dem Label cpo bereits sehr viel unbekanntes Repertoire erschlossen hat, war es nun umso wichtiger, mit der ersten Reihe bei Pentatone in das Kernrepertoire einzusteigen. "Sie dokumentiert auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Andrew Manze, sie ist sozusagen unsere Visitenkarte", meint Matthias Ilkenhans. Und dass die erste CD nun hervorragend rezensiert wurde und auf der Bestenliste des "Preises der deutschen Schallplattenkritik" gelandet ist, das ist eine tolle Bestätigung für alle Beteiligten.