Abschlusskonzert in Neubrandenburg

Hochgelobt für ihr Temperament und ihre musikalische Ausdrucksvielfalt, ist die junge niederländische Cellistin Harriet Krijgh eine der aufregendsten Cellistinnen der Gegenwart.

Zu Gast in der Konzertkirche in Neubrandenburg: Gemeinsam mit der Cellistin Harriet Krijgh spielte die NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Chefdirigent Andrew Manze das Abschlusskonzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Programm hatten sie Edward Elgars elegisches Violoncellokonzert und die fünfte Sinfonie von Beethoven.

Zum Nachhören

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
So, 15.09.2019 | 16 Uhr
Neubrandenburg, Konzertkirche (An der Marienkirche)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Harriet Krijgh Violoncello

EDWARD ELGAR
Violoncellokonzert e-Moll op. 85
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

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Finaler Abgesang

Elgar schrieb sein Cellokonzert kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, noch ganz unter dem Eindruck der traumatischen Ereignisse. So ist es nicht verwunderlich, dass seine Komposition wie ein emotionaler, tiefgründiger Abgesang wirkt - Elgar selbst versah den Eintrag in sein Werkregister mit der Bemerkung "Finis. R.I.P."

Markantes Schicksalspochen

In Beethovens 5. Sinfonie hat das markante Viertonmotiv nicht nur großen Wiedererkennungswert, es ist darüber hinaus mit einem plastischen Bild verbunden: "So pocht das Schicksal an die Pforte", soll Beethoven selbst erklärt haben. Das musikalische Ringen um ein positives Ende, wie es die Fünfte exemplarisch vorführt, wurde zum Inbegriff jeden Künstlerschicksals. Dabei ist die c-Moll-Sinfonie kompositorisch gesehen ein eher untypisches Werk für Beethoven, extrem konzentriert und auf das Nötigste zugespitzt, außerdem voller formaler Überraschungen.