Stand: 11.02.2008 17:00 Uhr

Horntrios von Harbison, Koechlin und Brahms

Konzerttermin:
Mittwoch, 13. Februar 2008, 20.00 Uhr, im Rolf-Liebermann-Studio des NDR in Hamburg

Im Horntrio-Konzert der NDR Kammermusikreihe stellen die Musiker des NDR Sinfonieorchesters ein Instrument in den Vordergrund, mit dessen Klang eine lange Kette von Assoziationen verbunden ist. Denn der Hornklang hängt traditionell mit der Sphäre der Märchen- und Sagenwelt zusammen, mit der Aura des Romantischen und Naturhaften.

Der deutsche Komponist Johannes Brahms (Foto um 1889) (c) dpa

Um eine Verklärung von Vergangenem und der Natur scheint es auch Johannes Brahms bei seinem Horntrio Es-Dur op. 40 gegangen zu sein. Denn Brahms schrieb das 1865 vollendete Werk, das in den ersten Ausgaben explizit als "Trio für Pianoforte, Violine und Waldhorn" bezeichnet ist, für ein ventilloses Naturhorn - zu einer Zeit, als sich die moderne Variante des Instrumentes schon lange in Deutschland und Österreich durchgesetzt hatte. Brahms interessierte sich jedoch offensichtlich nicht für das virtuose Moment, er widmete sich dem typischen Naturhorncharakter.

Im Gegensatz zu Brahms' anspruchsvoller und umfangreicher Komposition handelt es sich bei Charles Koechlins "Quatre Petites Pièces" um kurze, unterhaltsame Miniaturen, in denen die beiden Melodiestimmen kunstvoll in die oszillierenden Klangspiele des Klaviers integriert werden. Am Anfang des Programms erklingt mit "Twilight Music" (1985) des amerikanischen Komponisten und Pulitzer-Preisträgers John Harbison ein ausgesprochenes Virtuosenstück.

Der Hornist des Konzerts, Jens Plücker, ist Solohornist beim NDR Sinfonieorchester. Außerdem spielen Rahel Rilling, Violine und Paul Rivinius, Klavier.

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