Stand: 03.01.2014 13:05 Uhr  | Archiv

Polizei ermittelt erfolgreich per Facebook

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Die Polizei zieht eine positive Bilanz der Fahndung mit Facebook. (Themenbild)

Zeugenaufrufe, Warnmeldungen und vermisste Personen - inzwischen nutzt die niedersächsische Polizei Facebook für fast jeden Anlass. Und das mit Erfolg, wie der Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA), Frank Federau, sagte. Die Erfahrungen mit der Fahndung im sozialen Netzwerk Facebook seien sehr positiv. "Die Aufrufe führen in der Regel zu zahlreichen Hinweisen", so Federau. "Wir können auf diese Weise vor allem jüngere Leute erreichen."

Auch Fotos werden gepostet

Das LKA hatte im Juni 2012 mit der Facebook-Fahndung begonnen. Seither gab es 176 Aufrufe oder Informationen. Auch Fotos aus Überwachungskameras würden in Absprache mit dem Landeskriminalamt Niedersachsen gepostet, sagte Hilke Vollmer, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizeidirektion Göttingen. "Es lohnt sich, wir haben schon viele Hinweise erhalten", betonte Vollmer.

Keine genauen Zahlen zur Aufklärung per Facebook

Wie viele Kriminalfälle durch die Veröffentlichung im sozialen Netzwerk aufgeklärt wurden, lasse sich allerdings nur schwer sagen, so LKA-Sprecher Federau. Sicher sei aber, dass die Polizei auf diese Weise eine Vielzahl von Hinweisen erhalte, die die Ermittlungen voranbringen. Über Facebook werde dabei "kein Kleinkram" veröffentlicht. Es gehe oft auch um schwere Straftaten oder Seriendelikte.

Polizei Osnabrück nutzt Facebook zur Prävention

Ein Beispiel für den Erfolg kommt von der Polizei Osnabrück: Nach dem Überfall auf einen Supermarkt hatte die Polizei um Zeugenhinweise via Facebook gebeten. Dadurch bekam sie einen entscheidenden Hinweis und fand die Bekleidung des Täters, die er bei der Flucht weggeworfen hatte. Schwerpunkt ist für die Osnabrücker Polizei bei Facebook aber die Prävention. Zum Jahreswechsel wurde zum Beispiel auf die Gefahren von Silvesterböllern hingewiesen. Außerdem stellen die Beamten Hinweise zum Schutz vor Einbrechern oder Taschendieben ins Netz.

Schutz vor der US-amerikanischen Datenbank

"Aus Datenschutzgründen werden alle Fahndungsaufrufe zunächst auf der Internetseite des LKA veröffentlicht", so Federau. Ein Link führt Interessenten dann von der Fanseite bei Facebook direkt auf die LKA-Seite. "So wird verhindert, dass personenbezogene Daten und Fotos zu einer Fahndung in Deutschland auf der US-amerikanischen Datenbank von Facebook gespeichert werden", so Federau.

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Aktuell | 03.01.2014 | 10:00 Uhr

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