NDR Info Nachrichten vom 10.10.2019:

Halle: Bundesanwaltschaft stellt Beweismittel sicher

Karlsruhe: Nach den Angriff auf eine Synagoge und dem Tod von zwei Menschen in Halle ist die Wohnung des mutmaßlichen Täters durchsucht worden. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte, dabei seien Beweismittel sichergestellt worden. Der Verdächtige war zuvor offenbar nicht als Rechtsextremer aufgefallen. Geprüft werde nun, ob er alleine gehandelt habe. Die Bundesanwaltschaft hält die Tat für rechtsextremistisch und antisemitisch motiviert sowie staatsgefährdend. Ermittelt wird unter anderem wegen Mordes und Mordversuchs. Der mutmaßliche Täter war gestern festgenommen worden. Er soll versucht haben, die Synagoge in Halle mit Waffengewalt zu stürmen. Nachdem der Anschlagsversuch scheiterte, erschoss er nach Erkenntnissen der Ermittler zwei Menschen und verletzte zwei weitere. Er soll die Tat gefilmt und per Helmkamera live ins Internet übertragen haben.| 10.10.2019 10:15 Uhr

Steinmeier und Seehofer in Halle erwartet

Halle: Bundespräsident Steinmeier will heute den Tatort in Sachsen-Anhalt besuchen. Geplant ist ein gemeinsamer Termin mit Ministerpräsident Haseloff, an dem auch Vertreter der örtlichen jüdischen Gemeinde teilnehmen sollen. Steinmeier will sich laut Bundespräsidialamt selbst ein Bild vor Ort machen. Später wird auch Bundesinnenminister Seehofer in Halle erwartet. Er will auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Schuster, und Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht über neue Erkenntnisse und zu ziehende Konsequenzen informieren. Schuster forderte bereits einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen.| 10.10.2019 10:15 Uhr

Syrien: Türkei startet Bodenoffensive gegen YPG

Ankara: Die Türkei kämpft jetzt auch mit Bodentruppen in Nordsyrien. Aus dem Grenzgebiet werden heftige Gefechte mit kurdischen Einheiten gemeldet. Zuvor sollen bei Luftangriffen auf Stellungen der YPG mindestens 15 Menschen getötet worden sein, nach kurdischen Angaben auch Zivilisten. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnt bereits vor neuen Fluchtbewegungen. Sein Repräsentant in Deutschland, Bartsch, sagte der "Welt", er fürchte, dass erneute Kampfhandlungen zu neuer Vertreibung innerhalb Syriens führen. Bundesregierung und EU fordern, den Militäreinsatz sofort zu stoppen. Frankreich hat den UN-Sicherheitsrat eingeschaltet, die Arabische Liga für Sonnabend auf ägyptischen Wunsch einen Krisengipfel einberufen.| 10.10.2019 10:15 Uhr

Linken-Klage gegen Anti-IS-Einsatz abgewiesen

Karlsruhe: Die Linksfraktion im Bundestag ist mit einer Klage gegen den Bundeswehr-Einsatz zur Bekämpfung des sogenannten "Islamischen Staats" gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht wies den Antrag als unzulässig zurück. Es erscheine ausgeschlossen, dass Rechte des Bundestags verletzt seien, teilte das Gericht mit. Deutschland beteiligt sich seit Ende 2015 an der Anti-IS-Koalition. Aktuell ist die Bundeswehr mit Aufklärungsjets, Tankflugzeugen und Militärausbildern im Irak an dem Einsatz beteiligt.| 10.10.2019 10:15 Uhr