NDR Info Nachrichten vom 03.10.2019:

USA erheben Sonderzölle auf EU-Waren

Washington: Der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU spitzt sich wieder zu. Die amerikanische Regierung hat angekündigt, ab Mitte des Monats zusätzliche Zölle in Höhe von zehn Prozent auf europäische Flugzeuge zu verhängen. Das trifft vor allem Airbus. Allerdings sind Flugzeugteile von den Sonderabgaben ausgenommen, um die Airbus-Werke in Alabama nicht zu belasten. Die USA wollen auch zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf weitere Industrie- und Agrarprodukte aus der EU erheben - beispielsweise auf Wein aus Frankreich und Werkzeuge aus Deutschland. Hintergrund ist ein langjähriger Streit zwischen den USA und der EU über staatliche Hilfen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing. Jetzt hat die Welthandelsorganisation WTO Washington recht gegeben und amerikanische Zölle auf europäische Waren genehmigt. Allerdings will die WTO in wenigen Monaten ihr Urteil zu den Boeing-Subventionen fällen. Dann könnte die EU ihrerseits Sonderabgaben auf US-Produkte erheben.| 03.10.2019 07:00 Uhr

Johnson plant neue Zwangspause für Parlament

London: Der britische Premierminister Johnson will das Parlament wieder in eine Zwangspause schicken. In einer Mitteilung hieß es, die Sitzungen sollten vom kommenden Dienstag an ausgesetzt werden. Nach dem Willen von Johnson würden die Abgeordneten erst wieder am 14. Oktober zusammenkommen, wenn die Queen ihre Rede zum Regierungsprogramm hält. Eine vom Premier angeordnete mehrwöchige Pause hatte das oberste Gericht des Landes erst vor kurzem für rechtswidrig erklärt. Johnson hatte gestern neue Vorschläge für ein Brexit-Abkommen vorgelegt. So will er unter anderem eine Klausel im bestehenden Austrittsabkommen streichen, die eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland garantiert. Im Gegenzug sollen in Nordirland weiter europäische Standards gelten und Zollkontrollen nicht direkt an der Grenze stattfinden.| 03.10.2019 07:00 Uhr

Seehofer: Lebensverhältnisse in 10 Jahren gleich

Berlin: Innenminister Seehofer rechnet damit, dass sich in den kommenden zehn Jahren die Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands angeglichen haben. Der "Bild am Sonntag" sagte der CSU-Politiker, das gelte für die ostdeutschen Bundesländer wie auch für strukturschwache Regionen in anderen Teilen der Bundesrepublik. Man müsse dafür die Infrastruktur so verbessern, dass jeder dort leben könne, wo er wolle. Schulen, Krankenhäuser und Arbeitsplätze müssten gut erreichbar sein. Seehofer äußerte sich mit Blick auf den 29. Jahrestag der deutschen Einheit. Die zentrale Feier dazu findet heute in Kiel statt.| 03.10.2019 07:00 Uhr