NDR Info Nachrichten vom 25.09.2019:

Thomas-Cook: Rückreisen nach Deutschland gesichert

Frankfurt am Main: Zwei Tage nach dem britischen Reisekonzern Thomas Cook hat auch das deutsche Tochterunternehmen Insolvenz angemeldet. Thomas Cook Deutschland will nun mithilfe eines Sanierungsexperten einen Plan erarbeiten, um den Betrieb zu erhalten. Zu dem Unternehmen zählen etwa die Marken Neckermann, Öger Tours oder Bucher Reisen. Etwa 100.000 Kunden sind derzeit mit einer der Firmen unterwegs. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, wird deren Rückreise bezahlt. Gebuchte Reisen sollen bis zu einer Gesamtsumme von 110 Millionen Euro erstattet werden. Die Fluggesellschaft und bisherige Thomas-Cook-Tochter Condor hofft unterdessen auf einen staatlichen Überbrückungskredit. Die EU-Kommission muss dem geplanten Darlehen in Höhe von 380 Millionen Euro noch zustimmen. Der Bund und das Land Hessen wollen je zur Hälfte eine Bürgschaft übernehmen.| 25.09.2019 15:15 Uhr

Weltklimarat warnt vor dramatischem Meeresspiegel

Monaco: Der Weltklimarat warnt wegen des Klimawandels vor katastrophalen Folgen für die Menschheit. Das organisationsübergreifende UN-Gremium hat zwei Jahre lang neue Studien über Ozeane und Eismassen analysiert und kommt zu verheerenden Ergebnissen. Wenn nicht schnell gehandelt werde, könnten Küstenregionen und Inseln unbewohnbar werden. Es drohe der Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Meter innerhalb von Jahrhunderten. Von 2050 an würden Millionenstädte in Küstennähe häufiger von Wetterextremen wie Überschwemmungen betroffen sein. Nach Angaben der Forscher des Weltklimarates kann dies nur abgewendet werden, wenn Treibhausgase stark reduziert werden.| 25.09.2019 15:15 Uhr

Razzia bei der Deutschen Bank

Frankfurt am Main: Ermittler von Bundeskriminalamt und Staatsanwaltschaft haben erneut der Zentrale der Deutschen Bank einen Besuch abgestattet. Die Aktion stehe im Zusammenhang mit dem Geldwäsche-Skandal der dänischen Danske Bank, bestätigte ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Man habe einen Durchsuchungsbeschluss, die gewünschten Unterlagen seien aber freiwillig herausgegeben worden. Die Danske Bank soll bis zu 200 Milliarden Euro aus russischen Quellen verschleiert und in die USA überwiesen haben - den Großteil davon mithilfe einer US-Niederlassung der Deutschen Bank. Die Staatsanwaltschaft prüft deshalb den Vorwurf der Beihilfe zur Geldwäsche. Außerdem soll das deutsche Geldinstitut zu spät auf den Fall aufmerksam gemacht haben.| 25.09.2019 15:15 Uhr

Sanierungsplan bei Conti

Hannover: Der Reifenhersteller Continental hat ein weitreichendes Sanierungsprogramm vorgelegt. Nach Angaben des Unternehmens sind in den kommenden Jahren weltweit etwa 15.000 Arbeitsplätze von Veränderungen betroffen. Dabei soll es sich vor allem um neue Beschäftigungsmöglichkeiten handeln. Betriebsbedingte Kündigungen werden aber nicht ausgeschlossen. Ein Werk in den USA und eines in Malaysia werden dicht gemacht. Auch ein möglicher Verkauf von Geschäftsteilen ist im Gespräch. Mit dem Umbau reagiert der Konzern aus Hannover auf den Rückgang der Autoproduktion und die Konjunkturschwäche. Gleichzeitig will Continental in den Bereichen Elektromobilität und Digitalisierung wachsen.| 25.09.2019 15:15 Uhr