NDR Info Nachrichten vom 15.09.2019:

Verband: Kein Öl-Engpass in Deutschland

Berlin: Nach dem Drohnenangriff auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien erwarten Experten vorerst kaum Auswirkungen auf Deutschland. Wie der Mineralöl-Wirtschaftsverband mitgeteilt hat, besteht keine Engpass-Gefahr. Aus Saudi-Arabien werde kaum Öl nach Deutschland geliefert. Zwar könne der Preis in den kommenden Tagen steigen. Ob dies allerdings auch an deutschen Tankstellen sichtbar werde, sei noch offen. Die Raffinerie in Saudi-Arabien war am Wochenende angegriffen worden. Zu dem Anschlag haben sich Huthi-Rebellen aus dem Nachbarland Jemen bekannt. An dem dortigen Bürgerkrieg ist Saudi-Arabien seit Jahren beteiligt. Die USA machen jedoch den Iran für die Drohnenangriffe verantwortlich. Die Regierung in Teheran wies die Anschuldigung zurück. Die Vorwürfe seien absurd und bedeutungslos, hieß es aus dem iranischen Außenministerium.| 15.09.2019 21:00 Uhr

Weiter Druck auf Hongkonger Regierung

Hongkong: In der chinesischen Sonderverwaltungszone setzen Regierungsgegner die Führung weiter unter Druck. Auch heute zogen Demonstranten zunächst friedlich durch die Stadt. Vor dem Regierungsgebäude warfen dann einige von ihnen Steine und Brandsätze. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Zwischen beiden Seiten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen. Die Veranstalter schätzen, dass wieder Hunderttausende dem Aufruf der Demokratiebewegung gefolgt sind. Auslöser der Proteste vor knapp vier Monaten war ein Gesetzentwurf, der es der Justiz in Hongkong erlaubt hätte, Verdächtige an China auszuliefern. Der Entwurf wurde inzwischen zurückgenommen. Die Regierungsgegner wollen aber so lange auf die Straße gehen, bis alle ihre Forderungen erfüllt sind. Dazu gehören eine Amnestie für die Festgenommenen und freie Wahlen.| 15.09.2019 21:00 Uhr

SPD setzt Regionalkonferenzen in Oldenburg fort

Oldenburg: Die SPD hat ihre Regionalkonferenzen im Nordwesten Niedersachsens fortgesetzt. In Oldenburg haben sich die Bewerber für den Parteivorsitz vorgestellt. Hunderte Mitglieder versammelten sich dazu in der Weser-Ems-Halle. Fast alle Bewerber forderten ein weitreichendes Digitalkonzept der SPD sowie einen verstärkten Kampf gegen Kinderarmut. Niedersachsens Innenminister Pistorius warb für eine ökologische Wirtschaftspolitik, für die massive Investitionen nötig seien. Daher müsse auch über neue Schulden des Staates nachgedacht werden. Pistorius bewirbt sich im Team mit der sächsischen Integrationsministerin Köpping um den SPD-Vorsitz. Dazu kommen noch sechs weitere Bewerber-Duos und ein Einzelbewerber. Die neue SPD-Spitze wird dann im Oktober in einer Mitgliederbefragung bestimmt.| 15.09.2019 21:00 Uhr

Klimaaktivisten protestieren wieder vor IAA

Frankfurt am Main: Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung haben wieder Klima-Aktivisten protestiert. Hunderte Demonstranten hinderten Besucher zeitweise an zwei Eingängen daran, auf das Messegelände zu gelangen. Die Polizei löste mehrere Blockaden auf. Außerdem wurde ein Teilnehmer wegen Körperverletzung angezeigt. Schon gestern hatte ein Bündnis von Globalisierungsgegnern, Umweltgruppen und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Proteste vor den Toren der Internationalen Automobil-Ausstellung organisiert. Tausende Teilnehmer forderten unter anderem einen Verzicht auf Verbrennungsmotoren, einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und den Ausbau von Radwegen.| 15.09.2019 21:00 Uhr