NDR Info Nachrichten vom 08.09.2019:

Trump bricht Friedensgespräche mit Taliban ab

Kabul: US-Präsident Trump hat die Friedensgespräche mit den radikalislamischen Taliban abgebrochen. Für heute sei in Camp David ein Treffen mit den afghanischen Taliban-Anführern geplant gewesen, teilte Trump per Twitter mit. Wegen des jüngsten Anschlags habe er den Termin aber abgesagt, ebenso ein Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten Ghani. Bei dem Angriff in Kabul war auch ein US-Soldat getötet worden. In einer Mitteilung des afghanischen Präsidentenpalastes hieß es, die Regierung begrüße die Bemühungen ihrer Verbündeten. Ein wirklicher Frieden sei erst möglich, wenn die Taliban einem Waffenstillstand zustimmten. Vertreter der US-Regierung und der Taliban hatten sich erst vor wenigen Tagen auf einen Entwurf für ein Friedensabkommen verständigt.| 08.09.2019 13:00 Uhr

Johnson hält an Brexit-Kurs fest

London: Trotz des massiven Widerstands im Parlament hält der britische Premier Johnson daran fest, sein Land Ende Oktober aus der EU herauszulösen. Außenminister Raab betonte, der Regierungschef sei dazu entschlossen und werde seiner Sache treu bleiben. Johnson hat im Streit über einen ungeregelten Brexit die Mehrheit im Parlament verloren. Aus Protest gegen den politischen Kurs des Premiers legte gestern Arbeitsministerin Rudd ihr Amt nieder und verließ auch die Fraktion der Konservativen. Das britische Parlament hat Johnson per Gesetz verpflichtet, eine Brexit-Verschiebung zu beantragen, sollte es bis Mitte Oktober keine Einigung mit der EU auf ein Abkommen geben. Frankreichs Außenminister Le Drian äußerte sich dazu ablehnend. Für einen Aufschub müssen die 27 EU-Staaten dem Antrag einstimmig zustimmen.| 08.09.2019 13:00 Uhr

Russen stimmen über Regionalparlamente ab

Moskau: In Russland werden heute die Kommunal- und Regionalparlamente gewählt. Die Abstimmungen in 85 Regionen des Landes gelten als Stimmungstest für die Regierungspartei "Einiges Russland". Ein besonderer Fokus wird dabei auf die russische Hauptstadt gelegt. Dort hatten mehrfach Demonstranten gegen den Ausschluss von Oppositionskandidaten bei der Wahl zum Stadtparlament protestiert. Tausende Menschen wurden festgenommen. Fünf Regierungskritiker erhielten mehrjährige Haftstrafen.| 08.09.2019 13:00 Uhr