NDR Info Nachrichten vom 05.09.2019:

Britisches Parlament will Brexit notfalls verschieben

London: Das britische Parlament will weiter einen Brexit ohne Abkommen mit der EU verhindern. Nach dem Unterhaus zeigt sich auch die zweite Parlamentskammer, das Oberhaus, bereit, dem entsprechenden Gesetzentwurf zuzustimmen. Bis Freitag könnte das Papier dort gebilligt werden, also noch rechtzeitig, bevor die Abgeordneten in die verlängerte Sommerpause geschickt werden. Im Unterhaus war Premierminister Johnson am Abend mit dem Versuch gescheitert, das Gesetz zu verhindern. Auch sein Antrag auf Neuwahlen verpasste die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit deutlich. Johnson hatte der EU immer wieder mit einem ungeregelten Austritt am 31. Oktober gedroht. Jetzt könnte er gezwungen werden, eine Verschiebung des Brexits zu beantragen, sollte es keinen Kompromiss mit der Europäischen Union geben.| 05.09.2019 07:15 Uhr

Merkel startet zu dreitägiger China-Reise

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel bricht am Nachmittag zu einer mehrtägigen Reise nach China auf. Morgen wird sie zunächst den chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang treffen. Später steht dann ein Abendessen mit Präsident Xi Jinping auf dem Programm. Außerdem will Merkel mehrere Unternehmen besuchen. Begleitet wird sie dabei von einer großen Wirtschaftsdelegation. Vor der Reise haben deutsche Außenpolitiker ein klares Statement der Kanzlerin zu den Protesten in Hongkong gefordert. FDP-Fraktionsvize Lambsdorff erklärte, die Bundesregierung müsse die Einhaltung von Bürgerrechten anmahnen. Die Linke forderte Merkel dazu auf, für Gewaltfreiheit einzutreten.| 05.09.2019 07:15 Uhr

Mehr als 20 Hurrikan-Tote auf den Bahamas

Nassau: Auf den Bahamas sind durch den verheerenden Hurrikan "Dorian" mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl nannte jetzt der Gesundheitsminister der Inselgruppe, Sands. Nach seinen Angaben haben die Such- und Rettungseinsätze gerade erst richtig begonnen. Die Zahl der Opfer könnte deshalb noch steigen. Der Hurrikan war am Wochenende mit Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde über die Bahamas hinweggezogen. Ganze Landstriche wurden verwüstet.| 05.09.2019 07:15 Uhr

Landgericht Detmold verkündet Urteil in Lügde-Prozess

Detmold: Im Prozess um den jahrelangen sexuellen Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz in Lügde soll heute das Urteil verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft fordert für die beiden Angeklagten Haftstrafen von 14 beziehungsweise zwölfeinhalb Jahren mit anschließender Sicherungsverwahrung. Die beiden Männer sollen auf dem Campingplatz jahrelang Kinder sexuell missbraucht und ihre Taten gefilmt haben. Während der Ermittlungen hatte es zahlreiche Pannen gegeben, unter anderem verschwand Beweismaterial. Aber auch das Verhalten von Jugendämtern steht in der Kritik. Der nordrhein-westfälische Landtag hat einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss eingesetzt.| 05.09.2019 07:15 Uhr