NDR Info Nachrichten vom 03.09.2019:

Johnson droht mit Neuwahlen

London: Der britische Premierminister Johnson strebt offenbar Neuwahlen an, sollte das Parlament seine Brexit-Pläne durchkreuzen. Laut Regierungsvertretern setzt sich Johnson für vorgezogene Wahlen am 14. Oktober ein, wenn das Unterhaus die Möglichkeit eines ungeregelten EU-Austritts blockiert. Hintergrund sind die Pläne der Opposition und mehrerer Abgeordneter der regierenden Tories für den Fall, dass es bis zum 19. Oktober kein Abkommen mit Brüssel gibt. Dann wollen sie den Premier per Gesetz zwingen, die Austrittsfrist um drei Monate zu verlängern. Heute kommt das Parlament zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Johnsons Gegnern bleibt wenig Zeit, weil dieser die Abgeordneten schon in der kommenden Woche in eine mehrwöchige Zwangspause schickt.| 03.09.2019 01:00 Uhr

Tote und Verletzte bei Anschlag in Kabul

Kabul: Bei einem Autobombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt hat es mindestens fünf Tote und etwa 50 Verletzte gegeben. Nach Angaben des afghanischen Innenministeriums ereignete sich die Explosion im sogenannten "Green Village" im Zentrum von Kabul. Dort haben viele internationale Organisationen ihren Sitz. Die Taliban haben den Anschlag für sich reklamiert. Kurz zuvor hatte der US-Sondergesandte für Afghanistan, Khalilzad, noch in einem lokalen Fernsehsender erklärt, man habe sich mit den Islamisten grundsätzlich auf ein Friedensabkommen verständigt.| 03.09.2019 01:00 Uhr

Schwierige Gespräche in Dresden und Potsdam

Potsdam: Nach der Landtagswahl in Brandenburg hat Ministerpräsident Woidke angekündigt, zügig eine neue Regierung zu bilden. Er wolle zuerst mit der CDU über eine mögliche Koalition sprechen, sagte der SPD-Landeschef. Anschließend seien die Linke, die Grünen und die Freien Wähler an der Reihe. Die Sondierungsgespräche in Potsdam sollen am Donnerstag beginnen. In Sachsen will sich die CDU von Regierungschef Kretschmer erst einmal zu informellen Gesprächen mit SPD und Grünen treffen. Sowohl Kretschmer als auch Woidke können nur in einem Dreierbündnis weiterregieren.| 03.09.2019 01:00 Uhr