NDR Info Nachrichten vom 02.09.2019:

Schwesig fordert Augenmerk auf ostdeutsche Belange

Berlin: Die kommissarische SPD-Vorsitzende Schwesig fordert nach den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen mehr Aufmerksamkeit für ostdeutsche Themen. Dazu gehöre die geplante Grundrente als Antwort auf die sozialen Verwerfungen nach der Wende. Es gehe um viele Menschen, die 30 Jahre lang in Ostdeutschland für wenig Geld hart gearbeitet hätten und jetzt nicht mit Mini-Renten abgespeist werden dürften, sagte Schwesig. Sie erwarte von der Union, dass es zu einer schnellen Einigung komme. Nach Ansicht von Unionsfraktionschef Brinkhaus muss die Große Koalition jetzt vor allem beim Klimaschutz Tempo machen. Bei diesem Thema seien sich CDU/CSU und SPD weitgehend einig und könnten zeigen, dass die Bundesregierung leistungsfähig sei. In Sachsen und Brandenburg wird die Regierungsbildung nicht einfach. In Dresden könnte sich ein schwarz-rot-grünes Bündnis bilden. In Potsdam ist eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen oder eine rot-schwarz-grüne Koalition möglich.| 02.09.2019 12:45 Uhr

Zoff bei der AfD Bremen - Fraktion zerbrochen

Bremen: Nur drei Monate nach der Bürgerschaftswahl ist die dortige AfD-Fraktion zerbrochen. Drei der fünf Mitglieder haben die Fraktion verlassen und bilden eine neue Gruppe. Darunter ist auch der Bremer AfD-Landeschef Magnitz. Hintergrund sind interne Auseinandersetzungen. Außerdem steht Magnitz in der Bundespartei unter Druck, da er gleichzeitig Bundestags- und Bürgerschaftsabgeordneter bleiben will. Mit dem Bruch verliert die AfD in Bremen ihren Fraktionsstatus und damit erhebliche finanzielle Mittel und parlamentarische Rechte.| 02.09.2019 12:45 Uhr

Seenotretter "Eleonore" läuft Sizilien an

Catania: Das deutsche Seenotrettungsschiff "Eleonore" mit mehr als 100 Migranten an Bord darf den sizilianischen Hafen Pozzallo anlaufen. Wie der Kapitän des Schiffes, Reisch, mitteilte, gab der Bürgermeister der Stadt Anlege-Erlaubnis. Reisch hatte nach einem heftigen Gewitter und Überflutungen an Bord den Notstand ausgerufen. Die Zustände auf dem Schiff seien nicht mehr tragbar gewesen. Viele der geretteten Menschen sind demnach Kinder. Nach dem Anlegen in Pozzallo übernähmen die italienischen Behörden die Kontrolle über den Seenotretter. Die "Eleonore" gerhört der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline.| 02.09.2019 12:45 Uhr