NDR Info Nachrichten vom 28.08.2019:

Wieder Gespräche über Koalition in Rom

Rom: Kurz vor Ablauf einer Frist zur Regierungsbildung in Italien scheinen sich Sozialdemokraten und die Fünf-Sterne-Bewegung doch noch näherzukommen. Beide Parteien bewerteten die Gespräche am Abend als konstruktiv. Umstritten ist allerdings unter anderem, ob der bisherige parteilose Regierungschef Conte das Amt erneut übernehmen soll. Die Sozialdemokraten lehnen seine Ernennung bislang ab, zeigten sich aber gesprächsbereit. Sollten sich die Parteien im Laufe des Tages nicht einigen, könnte Staatspräsident Mattarella Neuwahlen ansetzen.| 28.08.2019 02:00 Uhr

Klöckner für höheren Druck auf Brasilien

Berlin: Bundesagrarministerin Klöckner erhebt angesichts der verheerenden Waldbrände im Amazonas-Regenwald schwere Vorwürfe gegen Brasilien. Das Land habe sich im Mercosur-Handelsabkommen mit der EU zu einer nachhaltigen Waldwirtschaft bekannt, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung "Die Welt". Wenn Brasilien dieser Verpflichtung nicht nachkomme, könne es auch die vereinbarten Zollerleichterungen nicht geben. Nach Einschätzung von Experten besteht ein Zusammenhang zwischen dem Ausbruch der Feuer und der illegalen Abholzung des Regenwaldes.| 28.08.2019 02:00 Uhr

Fortschritte bei US-Gesprächen mit Taliban

Doha: Die radikal-islamischen Taliban haben sich nach neuen Verhandlungen mit den USA über eine Friedensvereinbarung für Afghanistan zuversichtlich geäußert. Es seien weitere Fortschritte erzielt worden, sagte ein Taliban-Sprecher nach Gesprächen im Golfemirat Katar. Washington verhandelt seit einem Jahr mit den Islamisten. Ein Abkommen würde den USA erlauben, ihre Truppen nach fast 18 Jahren aus Afghanistan abzuziehen. Im Gegenzug verlangen sie von den Taliban Sicherheitsgarantien und einen Waffenstillstand.| 28.08.2019 02:00 Uhr

"Eleonore" sucht weiter sicheren Hafen

Valletta: Die deutsche Hilfsorganisation "Mission Lifeline" fordert eine schnelle Lösung für die etwa 100 Migranten an Bord ihres Rettungsschiffs. Die "Eleonore" sei nicht für so viele Menschen ausgelegt, sagte ein Sprecher der Organisation. Er kündigte an, falls es einen Notstand an Bord gebe, werde das Schiff Italien oder Malta anfahren. Beide Länder verweigern der "Eleonore" die Einfahrt in ihre Hoheitsgewässer.| 28.08.2019 02:00 Uhr

SPD-Umweltpolitiker kritisiert E-Scooter-Bilanz

Berlin: Der Vize-Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, Thews, hat die Umweltbilanz der Elektro-Tretroller kritisiert. Nach seinem ersten Eindruck würden die E-Scooter für Strecken genutzt, die sonst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr zurückgelegt wurden. Ihren eigentlichen Zweck, die CO2-Bilanz zu verbessern, erfüllten sie so nicht, sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Stattdessen trete ein Entsorgungsproblem auf, weil die Roller häufig schon nach wenigen Monaten als Elektroschrott entsorgt würden.| 28.08.2019 02:00 Uhr