NDR Info Nachrichten vom 15.08.2019:

Trump: Menschliche Lösung für Hongkong

Washington: Die US-Regierung zeigt sich zunehmend besorgt über die Lage in Hongkong. Präsident Trump forderte die chinesische Führung zu einer schnellen und menschlichen Lösung auf. Er sei überzeugt, dass Präsident Xi dazu in der Lage sei. In diesem Zusammenhang brachte er ein persönliches Treffen ins Spiel. Seit Juni gehen in Hongkong Hunderttausende Menschen gegen die Regionalregierung auf die Straße. Sie fürchten um den Sonderstatus der ehemaligen britischen Kronkolonie, der unter anderem Meinungs- und Versammlungsfreiheit beinhaltet. China hatte den Ton in der Angelegenheit zuletzt verschärft und erklärt, die Demonstrationen kämen nahezu terroristischen Akten gleich. Nach Angaben der USA hat das chinesische Militär Truppen an der Grenze zu Hongkong zusammengezogen.| 15.08.2019 06:45 Uhr

Corbyn will ungeregelten Brexit verhindern

London: In Großbritannien hat Labour-Chef Corbyn eine Übergangsregierung unter seiner Führung vorgeschlagen. Er will damit einen ungeregelten Austritt aus der Europäischen Union verhindern. In einem Brief an die anderen Oppositionsparteien spricht Corbyn sich für einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von Premierminister Johnson aus. Anschließend wolle er die EU um eine Verschiebung des Austritts bitten und Neuwahlen herbeiführen. Langfristig strebe seine Partei ein zweites Referendum an. Premierminister Johnson will den Austritt aus der Europäischen Union unter allen Umständen bis Ende Oktober umsetzen.| 15.08.2019 06:45 Uhr

Kommission bestätigt Vorwürfe gegen Trudeau

Ottawa: Kanadas Premierminister Trudeau gerät in der Korruptionsaffäre um einen Baukonzern erneut unter Druck. Die Ethikkommission des Parlaments kommt zu dem Schluss, dass Trudeau Einfluss auf die Ermittlungen genommen hat. Der Ministerpräsident und seine Vertrauten hätten auf unzulässige Weise Druck auf Staatsanwaltschaft und Justizministerium ausgeübt. Die Kommission verhängte gegen den Regierungschef eine Geldstrafe von umgerechnet 330 Euro. Trudeau räumte nach dem Bericht der Ethikkommission Fehler ein. Zugleich begründete er sein Verhalten erneut mit der Sorge um Arbeitsplätze.| 15.08.2019 06:45 Uhr