NDR Info Nachrichten vom 11.08.2019:

Festnahmen nach Protesten in Moskau

Moskau: Nach einer friedlichen Demonstrationen in der russischen Hauptstadt und in St. Petersburg mit zehntausenden Teilnehmern hat es zahlreiche Festnahmen gegeben. Die Polizei ging gegen Regierungskritiker vor, die nach der genehmigten Kundgebung durch das Zentrum Moskaus gezogen waren. Laut Beobachtern sollen etwa 280 Menschen in Gewahrsam genommen worden sein. Die Polizei gibt die Zahl mit 135 an. Anhänger der Opposition waren am Nachmittag für freie Kommunalwahlen in Moskau auf die Straße gegangen.| 11.08.2019 03:00 Uhr

Schulze plant Plastiktütenverbot

Berlin: Bundesumweltministerin Schulze will Plastiktüten verbieten. Die SPD-Politikerin sagte der "Bild am Sonntag", ihr Ministerium erarbeite gerade eine entsprechende gesetzliche Regelung. Eine freiwillige Vereinbarung mit dem Hande sei bereits sehr erfolgreich. Seit 2016 sinke der Verbrauch deutlich. Das Verbot solle diese Entwicklung absichern. Wann der Gesetzentwurf fertig sein soll, ist noch offen. Bayerns Ministerpräsident Söder hatte Ende Juli ebenfalls angekündigt, eine Bundesratsinitiative für ein deutschlandweites Plastiktütenverbot zu starten.| 11.08.2019 03:00 Uhr

Immer mehr studierte Asylbewerber

Berlin: Aus der Türkei und dem Iran kommen immer mehr Asylbewerber mit hoher Bildung nach Deutschland. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Demnach erklärten im vergangenen Jahr über 59 Prozent der Asylbewerber aus der Türkei, dass sie eine Hochschule besucht hätten; 13 Prozent mehr als 2017. Bei Antragstellern aus dem Iran sei ebenfalls ein Plus zu verzeichnen.| 11.08.2019 03:00 Uhr

Hilfsschiffe suchen weiter nach sicheren Häfen

Valetta: Im Mittelmeer suchen private Hilfsschiffe weiter nach sicheren Häfen für geborgene Bootsflüchtlinge. Die "Ocean Viking" nahm zum zweiten Mal binnen zwei Tagen mehr als 80 Migranten an Bord. Wohin sie gebracht werden können, ist ungewiss. Italien und Malta lehnen es ab, die fast 170 Menschen vorläufig aufzunehmen. Auch für das spanische Schiff "Open Arms" mit 160 Geretteten ist noch keine Lösung in Sicht.| 11.08.2019 03:00 Uhr