NDR Info Nachrichten vom 02.08.2019:

Aus für INF-Vertrag: Nato stellt sich hinter die USA

Brüssel: Die Nato steht hinter der Entscheidung der USA, aus dem INF-Vertrag zum Verzicht auf landgestützte atomare Mittelstreckenwaffen auszusteigen. Wie die Nato mitteilte, ist eine Situation nicht haltbar, in der die USA sich vollständig an das Abkommen halten, Russland aber nicht. Man werde in angemessener Weise auf die russische Bedrohung reagieren. Nach Angaben von Nato-Generalsekretär Stoltenberg gehört die Stationierung von neuen Mittelstreckenwaffen in Europa derzeit nicht zu den Optionen. Die USA hatten den INF-Vertrag im Februar gekündigt und dies mit russischen Verstößen begründet. Daraufhin stieg Moskau ebenfalls aus dem Abkommen aus. | 02.08.2019 18:15 Uhr

Innenministerium konkretisiert Grenzkontrollen

Berlin: Das Bundesinnenministerium hat einen Bericht über eine geplante Ausweitung der Grenzkontrollen konkretisiert. Minister Seehofer will demnach mit mehr Schleierfahndungen und zeitlich befristeten Kontrollen gegen illegale Migration und grenzüberschreitende Kriminalität vorgehen. Stationäre Kontrollen an der Grenze zur Schweiz seien aber nicht geplant, hieß es in einer Mitteilung. Die Maßnahmen stünden außerdem nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der tödlichen Attacke auf einen achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof. Der mutmaßliche Täter lebte in der Schweiz. Das Magazin "Der Spiegel» hatte unter Berufung auf Seehofer berichtet, der Innenminister wolle als Reaktion auf die Tat in Frankfurt Kontrollen an der deutsch-schweizerischen Grenze einführen.| 02.08.2019 18:15 Uhr

Migration: Von der Leyen verspricht Italien Hilfe

Rom: Die künftige EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat Italien in der Migrationsfrage Entlastung zugesagt. Bei einem Treffen mit Ministerpräsident Conte in Rom kündigte sie einen neuen Flüchtlingspakt an. Bei der Verteilung von Migranten innerhalb der EU sei eine neue Art der Lastenverteilung notwendig, sagte von der Leyen. Man brauche effektive und gleichzeitig menschliche Verfahren. Italiens Regierung - insbesondere der rechts-populistische Innenminister Salvini - will Schiffe mit geretteten Migranten nicht anlegen lassen. Deshalb werden diese immer wieder auf dem Meer blockiert. Dazu gehört auch das Schiff der deutschen Hilfsorgansiation Sea Eye "Alan Kurdi."| 02.08.2019 18:15 Uhr

Klimaschutz: Fridays-for Future-Demo in Dortmund

Dortmund: In der nordrhein-westfälischen Stadt haben erneut Hunderte Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung für mehr Klimaschutz demonstriert. Sie zogen mt Sprechchören, Musik und Transparenten durch die Innenstadt. Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf rund 1.500. Auch Angehörige der Gruppierungen Parents-for-Future und Scientists-for-Future beteiligten sich an dem Protestzug. Seit Mittwoch veranstalten Fridays-for-Future-Aktivisten in Dortmund einen Sommerkongress mit Workshops, Diskussionen und Arbeitsgruppen. Die Veranstaltung endet übermorgen.| 02.08.2019 18:15 Uhr