NDR Info Nachrichten vom 27.07.2019:

Trump stellt Johnson Handelsabkommen in Aussicht

Washington: US-Präsident Trump hat dem neuen britischen Premierminister Johnson ein umfassendes Freihandelsabkommen in Aussicht gestellt. Bislang habe die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens einen solchen Vertrag verhindert, sagte Trump nach einem Telefonat mit Johnson. Der bilaterale Handel könne aber deutlich ausgeweitet werden. Der US-Präsident hatte den Briten dies in der Vergangenheit bereits mehrmals für den Fall eines EU-Austritts in Aussicht gestellt. Freihandelsabkommen werden von der EU zentral für alle Mitgliedsstaaten verhandelt. Nach einem Austritt kann das Vereinigte Königreich wieder bilaterale Handelsabkommen abschließen.| 27.07.2019 01:00 Uhr

Bootsunglück vor Libyen: Zahl der Toten steigt

Tripolis: Nach dem vermutlich schwersten Bootsunglück im Mittelmeer in diesem Jahr sinkt die Hoffnung auf Überlebenden unter den mehr als 100 vermissten Migranten. Die Nachrichtenagentur AFP meldet unter Berufung auf eine Hilfsorganisation in Libyen, Einsatzkräfte hätten 62 Tote aus dem Meer geborgen. Gestern war vor der libyschen Küste ein Boot gekentert. An Bord sollen mehr als 250 Menschen gewesen sein; nach Angaben der libyschen Küstenwache wurden 145 der Schiffbrüchigen gerettet. In Deutschland forderten Politiker von Grünen und Linken eine Wiederaufnahme staatlicher Seenotrettung im Mittelmeer - ebenso der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm.| 27.07.2019 01:00 Uhr