NDR Info Nachrichten vom 24.07.2019:

NDR: Hackerangriffe auf DAX-Konzerne

Hamburg: Eine ausländische Hackergruppe hat offenbar jahrelang deutsche Unternehmen ausspioniert. Nach Informationen von NDR und BR waren mindestens sechs DAX-Konzerne von den Cyberattacken betroffen. Siemens und BASF haben die Spionageversuche bestätigt. Es seien aber keine Daten aus den Firmennetzwerken abgeflossen. IT-Experten vermuten chinesische Hacker hinter den Angriffen. Laut Bericht wurde die entsprechende Schadsoftware namens "Winnti" auch bei einer Cyberattacke auf die Regierung von Hongkong eingesetzt. Die Bundesregierung wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Das chinesische Außenministerium hat auf eine entsprechende Anfrage von NDR und BR nicht reagiert.| 24.07.2019 10:15 Uhr

Günther fordert höhere Frauenquote in der CDU

Kiel: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther hat die CDU aufgefordert, in ihrem Statut eine höhere Frauenquote zu verankern. Die bisherige Empfehlung, für alle Ämter und Mandate ein Drittel Frauen vorzusehen, reiche nicht aus, sagte der Unions-Politiker der "Rheinischen Post". Auch bei den Christdemokraten müsse auf jeden zweiten Platz eine Frau kommen. Günther kritisierte zudem den Umgang mit den Kolleginnen in der CDU. So wäre wohl kein Mann als neuer Verteidigungsminister ähnlich scharf kritisiert worden wie es der CDU-Vorsitzenden Kramp-Karrenbauer widerfahren sei. Die Parteichefin wird heute im Bundestag in einer Sondersitzung als Ministerin vereidigt.| 24.07.2019 10:15 Uhr

Johnson nimmt Amtsgeschäfte als Premier auf

London: Der neue Tory-Chef Johnson wird heute neuer britischer Premierminister. Königin Elisabeth II. wird den Ex-Außenminister zum Regierungschef ernennen. Der 55-Jährige hatte gestern die Stichwahl um den Vorsitz der regierenden konservativen Partei gewonnen. Damit wird er automatisch auch Nachfolger der scheidenden Regierungschefin May. Johnson fordert Zugeständnisse der EU beim Brexit. Notfalls werde Großbritannien den Austritt auch ohne Abkommen vollziehen, erklärte er. Der grüne Europaabgeordnete Bütikofer sagte auf NDR Info, die EU lasse sich nicht erpressen. Johnson habe für einen ungeregelten EU-Austritt nicht mal im britischen Parlament eine Mehrheit.| 24.07.2019 10:15 Uhr