NDR Info Nachrichten vom 26.06.2019:

Scheuer wird zu gescheiterter PKW-Maut befragt

Berlin: Bundesverkehrsminister Scheuer muss heute im Bundestag Rechenschaft wegen der gescheiterten Pkw-Maut ablegen. Am Vormittag wird der CSU-Politiker im Verkehrsausschuss befragt, am Nachmittag folgt eine Fragestunde im Bundestag. Die Opposition verlangt unter anderem Aufklärung darüber, wieso Scheuer Verträge mit Betreibern abgeschlossen hat, ohne das Urteil des Europäischen Gerichtshofs abzuwarten. Dem Bund drohen deshalb Schadenersatzforderungen in dreistelliger Millionenhöhe. Insgesamt hatte das Verkehrsministerium für die Vorbereitung der Maut bereits mehr als 50 Millionen Euro ausgegeben. Der Europäische Gerichtshof hatte die PKW-Maut wegen EU-Rechtsverstößen vergangene Woche gekippt.| 26.06.2019 03:00 Uhr

Frederiksen gibt Regierungseinigung bekannt

Kopenhagen: Drei Wochen nach der Parlamentswahl steht in Dänemark eine neue Regierung. Die Sozialdemokratin Frederiksen gab am späten Abend bekannt, dass sie sich mit weiteren Parteien auf einen Fahrplan für die kommenden Jahre verständigt hat. Sie könne sich im Parlament der Wahl zur Ministerpräsidentin stellen. Die 41-Jährige plant mit ihren Sozialdemokraten eine Minderheitsregierung, die von mehreren linksgerichteten Parteien unterstützt wird. Damit will sie das Lager des bisherigen liberalen dänischen Ministerpräsidenten Rasmussen ablösen.| 26.06.2019 03:00 Uhr

Sea-Watch weiter ohne Hafenzugang

Straßburg: Die Hilfsorganisation Sea-Watch erhält für ihr blockiertes Rettungsschiff weiterhin keine Anlegeerlaubnis in Italien. Sie scheiterte mit einem Eilantrag vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. An Bord seien derzeit keine Menschen, die unmittelbar gefährdet seien, so die Straßburger Richter. Die "Sea-Watch 3" hatte vor knapp drei Wochen vor der libyschen Küste 53 Bootsflüchtlinge aufgenommen. Elf von ihnen durften aus gesundheitlichen Gründen in Italien an Land gehen.| 26.06.2019 03:00 Uhr

Porsche-Rückruf für weltweit 340.000 Autos

Stuttgart: Der Sportwagenbauer Porsche ruft weltweit fast 340.000 Autos in die Werkstätten. Nach Angaben des Konzerns sind in Deutschland knapp 26.500 Fahrzeuge vom Typ Panamera und Cayenne betroffen. Grund für den Rückruf ist ein möglicher Defekt in der Verbindung zwischen Wählhebel und Getriebe. Dieser könnte dazu führen, dass ein Gang nicht richtig eingelegt ist. Der Porsche könnte so auch beim Parken ins Rollen geraten, wenn nicht gleichzeitig die Bremse angezogen ist.| 26.06.2019 03:00 Uhr