NDR Info Nachrichten vom 02.06.2019:

CDU begibt sich in Nach-Wahlklausur

Berlin: Die CDU-Spitze befasst sich in einer zweitägigen Klausur mit dem schlechten Abschneiden der Partei bei der Europawahl. Präsidium und Vorstand beraten heute und morgen unter anderem über eine Analyse der CDU-Bundesgeschäftsstelle. Darin werden der Partei erhebliche Versäumnisse etwa in der Klimapolitik bescheinigt. Der CDU-Vorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Kokert, forderte seine Partei auf NDR Info auf, den Klimaschutz als zentrales Thema zu behandeln. Er nannte es einen Fehler, dass seine Partei keine Antworten auf das offensichtliche Interesse der Bürger gegeben habe. An der Sitzung in Berlin wird auch der Europa-Spitzenkandidat Weber teilnehmen. Die Parteivorsitzende Kramp-Karrenbauer sprach von ersten inhaltlichen Festlegungen, die heute und morgen getroffen werden sollen. Personalfragen stehen demnach nicht zur Debatte. und das ganze Interview mit dem CDU-Landesvorsitzenden Kokert hören Sie gleich im Echo am Morgen hier auf NDR Info| 02.06.2019 09:00 Uhr

Scholz: Keine weitere GroKo nach 2021

Berlin: Bundesfinanzminister Scholz hat eine weitere große Koalition nach der laufenden Legislaturperiode ausgeschlossen. Der SPD-Politiker sagte dem "Tagesspiegel", drei Bündnisse von Union und Sozialdemokraten in Folge würden der Demokratie in Deutschland nicht guttun. Eine Fortsetzung der heutigen Großen Koalition nach 2021 wolle niemand - nicht die Bürger und auch nicht die beteiligten Parteien. Union und SPD hatten bei der Europawahl jeweils ihr bislang schlechtestes Ergebnis eingefahren. Die SPD kam bundesweit nur noch auf knapp 16 Prozent. Das Debakel löste eine Debatte über die Zukunft der Partei- und Fraktionsvorsitzenden Nahles aus. Übermorgen will sich Nahles in der Bundestagsfraktion vorzeitig zur Wahl stellen. Einen Gegenkandidaten gibt es derzeit nicht.| 02.06.2019 09:00 Uhr

US-Kritik an Trumps Zolldrohungen gegen Mexiko

Washington: In der amerikanischen Wirtschaft stößt die gegen Mexiko gerichtete Zolldrohung von Präsident Trump auf Kritik. Die US-Handelskammer erklärt, die Einführung von Zöllen auf Waren aus Mexiko sei der falsche Schritt. Amerikanische Familien und Unternehmen zahlten für die Zölle, ohne dass diese irgendetwas dazu beitrügen, um die Probleme an der Grenze zu lösen. Mexikos Präsident Obrador sprach angesichts der Zoll-Androhung von unfairer Behandlung durch die USA. Sein Land werde nicht in einen Handelskrieg treten. Trump bekräftigte seine Ankündigung. Er schrieb auf Twitter, mexikanische Unternehmen zögen in die USA, wenn die Zölle stiegen. Das Land könne die Abgaben aber verhindern, wenn es die Migration in den Norden stoppe.| 02.06.2019 09:00 Uhr